Cyber-Mobbing: Junges Mädchen begeht Selbstmord
Holly Grogan sprang in der letzten Woche nahe der Stadt Loucester von einer Brücke. Ihre Eltern gaben an, dass ihre Tochter nicht mit dem Druck und dem Mobbing in Online-Netzwerken wie Facebook, Bebo und MySpace zurechtgekommen ist. Einige Freunde erklärten, dass Holly auf ihrer Facebook-Seite massenhaft beschimpft wurde.
Da sie kaum Selbstvertrauen hatte, wurde sie auch in der Schule gemobbt - sie wurde zum "Opfer", wie solche Personen heute unter jungen Leuten treffend bezeichnet werden. Zuerst geht das Mobbing nur von einzelnen Personen aus, doch mit der Zeit nimmt eine wachsende Gruppe daran teil. Die Betroffenen nehmen dann wahr, dass alle Welt gegen sie ist.
Erst im August musste sich in Großbritannien ein Teenager wegen Cyber-Mobbing vor Gericht verantworten. Die 18-Jährige wurde zu drei Monaten Haft in einer Jugendstrafanstalt verurteilt, da sie eine Schulkameradin bei Facebook mit dem Tod bedroht hatte.
Auch aus anderen Ländern sind Fälle von Cyber-Mobbing bekannt. Beispiel USA: Dort wurde Megan Meier im Oktober 2006 von einer erwachsenen Frau in den Selbstmord gemobbt. Sie gab sich als potentieller Liebhaber aus, der dem Mädchen zum Schluss Schuldgefühle einredete, was dann zum Selbstmord führte.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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