Landtagswahlen: Prognosen vorab via Twitter
Woher die Daten stammen, wurde nicht angegeben, vermutlich wurden sie aber von Wahlforschern erhoben. Besonders heikel ist die Tatsache, dass sie sich nicht sehr stark von den Zahlen unterschieden, die ab 18 Uhr von ARD und ZDF verbreitet wurden. Die beiden Sender setzten bei ihrer Berichterstattung auf Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen.
Der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn erklärte in einer Stellungnahme: "Die Behauptung, Daten unserer Wahlforscher seien heute vorab ins Netz gegangen, ist falsch. Ich habe mir die Zahlen angesehen und finde keine Ähnlichkeiten mit den internen Daten, die wir am Nachmittag hatten."
Das Problem: Das Verbreiten von Prognosen vor der Schließung der Wahllokale ist verboten. Den Verantwortlichen droht eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro. Es besteht die Gefahr, dass sich Wähler durch die Prognosen beeinflussen lassen.
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Michael Diestelberg
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