Twitter-Angriff galt anti-russischem Blog-Betreiber
Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Probleme stattdessen auf einen durch eine Spam-Kampagne verursachten drastischen Anstieg der Abfragen zurückzuführen sind. Das Ziel der Attacke war möglicherweise ein anti-russischer Blogger.
Wie 'The Register' unter Berufung auf Bill Woodcock von der Gruppe Packet Clearing House berichtet, wurden massenhaft Spam-Nachrichten verschickt, in denen die von dem Blogger, der den militärischen Konflikt zwischen Russland und Georgien behandelt, genutzten Nutzerkonten bei verschiedenen Webdiensten verlinkt sind.
Woodcock vermutet hinter den Spam-Mails Gegner des Bloggers, die sich für seine Kritik am Verhalten der russischen Regierung revanchieren wollen. In den E-Mails werden die Empfänger aufgefordert, die Seiten des Bloggers bei Twitter, Facebook, LiveJournal und YouTube zu besuchen. Tatsächlich stieg die Zahl der Besucher bei den Profilseiten des Bloggers extrem.
Es sei den Spammern offenbar gelungen, eine Vielzahl von Anwendern dazu zu bewegen, die in den Müll-Mails enthaltenen Links anzuklicken. Facebook hat diese These inzwischen bestätigt. Vermutlich versuche jemand, die verschiedenen Aktivitäten des Bloggers zu behindern, so der Sicherheitschef des sozialen Netzwerks.
Derzeit ist die Situation in Georgien wieder verstärkt Inhalt von Medienberichten, da offenbar im Zuge der militärischen Auseinandersetzungen mit Russland im Jahr 2008 zehntausende Menschen ihr Zuhause verlassen mussten.
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