USA: IT-Sicherheits-Chef tritt wegen NSA zurück
Es sei eine "schlechte Strategie", der NSA die zentrale Rolle in Fragen der IT-Sicherheit zukommen zu lassen, so Beckstrom in seinem Abschiedsbrief. Seiner Ansicht nach müsse eine zivile Behörde diese Aufgabe übernehmen, nicht aber ein Geheimdienst, der dem Pentagon unterstellt ist.
Das bisher Beckstrom unterstehende National Cybersecurity Center wurde im März letzten Jahres eigentlich dafür eingerichtet. Allerdings konnte es diese Aufgabe nie Ausfüllen. Beckstrom äußerte sich frustriert darüber, dass seine Organisation nur für fünf Wochen der letzten zwölf Monate ausreichend finanziert war.
Wie er in seinem Schreiben ausführte, musste er mit fünf Mitarbeitern auskommen. Weitere Kräfte und die benötigten Büroflächen borgte er sich von anderen Behörden zusammen. In diesen Verhältnissen sei es faktisch unmöglich, die IT-Sicherheit für ein ganzes Land wie die USA zu koordinieren.
Damit blieb die führende Rolle der NSA in diesem Bereich unangetastet. Alle Prozesse der IT-Sicherheit in staatlichen Stellen würden so direkt oder indirekt von einem Geheimdienst kontrolliert - was eine signifikante Gefahr für das funktionieren demokratischer Prozesse darstelle, so Beckstrom.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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