Rückzug: Wikipedia.de darf wieder online gehen
Am gestrigen Sonntag erklärte der Politiker, dass er keine weiteren rechtlichen Schritte gegen Wikipedia unternehmen will. "Nachdem die falschen, ehrabschneidenden und deshalb mein Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalte weitgehend aus dem entsprechenden Artikel entfernt wurden, habe ich gegenüber dem Wikimedia e.V. erklärt, dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann."
"Der juristische Weg hat sich dafür insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden. Das war nicht meine Absicht." Dennoch will der Abgeordnete gegen einzelne Personen weiter vorgehen. Konkrete Details nannte Heilmann nicht.
Nach der Sperrung von wikipedia.de überarbeiteten die Wikipedia-Autoren den Eintrag über Lutz Heilmann. Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass einige Abschnitte tatsächlich nicht in die Enzyklopädie gehören. Darunter findet man die Verstrickung in einen Online-Sexversand sowie innerparteiliche Auseinandersetzungen.
Aktuell leitet die Domain wikipedia.de noch nicht auf die gleichnamige Enzyklopädie weiter. Der Anwalt Thorsten Feldmann erklärte gegenüber den Kollegen von heise.de: "Diese Erklärung ist uns nicht direkt zugegangen. Das gerichtliche Verbot zur Schließung von wikipedia.de wird nicht dadurch außer Kraft gesetzt, dass der Antragsteller etwas gegenüber der Presse erklärt." Heilmann versprach inzwischen, die notwendigen juristischen Schritte so schnell wie möglich einzuleiten.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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