Neuer Chip für billigere und flexiblere Smartphones
Bei dem SB3500 handelt es sich um einen Basisband-Chip, der im Gegensatz zu den bisher eingesetzten Komponenten vollständig programmierbar sein soll. Handy-Hersteller können so je nach Bedarf verschiedene Technologien in den Prozessor implementieren.
Die Entwicklung dauerte nach Angaben des Herstellers mehrere Jahre. Aktuell könne man nun die ersten Samples an potenzielle Kunden verschicken. Da diese mehrere Technologien in den Prozessor implementieren können, ist es nicht mehr notwendig, jeweils zusätzliche Komponenten in ein Handy zu integrieren.
Dadurch lassen sich zum einen kompaktere und weniger komplexe Designs entwickeln, zum anderen würden Ausgaben für Material gespart. Sandbridge geht davon aus, dass man die Fertigungskosten für Smartphones so um Schnitt um 15 Prozent senken kann.
Als Beispiel führt der Hersteller Apples iPhone auf. In diesem arbeiten heute das UMTS-Modul, WLAN, Bluetooth und GPS auf jeweils eigenen Chips. Diese Funkionen ließen sich komplett auf dem SB3500 unterbringen. Führen Mobilfunkbetreiber ihre neuen 4F-Netze ein, könnten Handy-Hersteller außerdem schneller mit angepassten Geräten auf den Markt kommen und müssten nicht auf die Verfügbarkeit von Komponenten bei den klassischen Zulieferern warten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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