Microsoft: Sinkender Office-Preis verhindert Kopien
Den Angaben der deutschen Niederlassung zufolge, tragen die drastisch gesunkenen Preise von inzwischen teilweise weit unter 80 Euro dazu bei, "Raubkopierern den Wind aus den Segeln zu nehmen". Das Hauptargument der Nutzer illegaler Kopien - ein ihrer Meinung nach zu hoher Preis - sei durch die Verbilligung weggefallen.
Eine offizielle Preissenkung scheint es aber nicht zu geben, was aber auch daran liegt, dass Microsoft in Deutschland dem Handel nur hinter den Kulissen Preisempfehlungen gibt, aber keine konkreten, offiziellen Vorgaben macht, wie es zum Beispiel in den USA üblich ist.
Offenbar hofft Microsoft Deutschland, dass der Anteil der hierzulande genutzten illegalen Kopien von Office 2007 durch die gesunkenen Preise zurück geht. Dass es allerdings schwer werden könnte, Hartgesottene zu überzeugen, belegt eine von der deutschen Niederlassung zitierte Studie.
Bei der von Microsoft finanzierten Umfrage unter 500 Personen und über 300 Unternehmen aus verschiedenen Branchen gab nur rund die Hälfte der Nutzer illegaler Kopien an, dass niedrigere Preise sie von der Verwendung unlizenzierter Versionen abhalten könnten.
Immerhin 64 Prozent der unter 35-Jährigen in Deutschland benutzen laut der Studie eine unlizenzierte Ausgabe von Office. Ganze 89 Prozent gaben zu Protokoll, dass eine "signifikante Preissenkung" eine erfolgversprechende Maßnahme sein könnte, um die Nutzer illegaler Versionen zum Kauf einer Lizenz zu bewegen.
Dass "Raubkopierer" nur schwer zu überzeugen sind, zeigt auch der Umstand, dass sich 90 Prozent der Nutzer illegaler Versionen durchaus der Erfüllung eines Straftatbestandes durch ihr Tun bewusst sind. Nur ein Drittel der Studienteilnehmer kann sich zudem vorstellen, dass ein schlechtes Gewissen dazu führen könnte, eine Software im Nachhinein ordnungsgemäß zu erwerben.
Microsofts Deutschland-Chef Achim Berg gab sich dennoch zuversichtlich, dass die gesunkenen Preise einige "Raubkopierer" zum Kauf legaler Office-Versionen bewegen werden.
"Die derzeitige Preisentwicklung bei unserer Office Home und Student Edition nimmt Raubkopierern, die Microsoft Office privat nutzen, den Wind aus den Segeln", erklärt Achim Berg, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH. "Wir gehen davon aus, dass nun verstärkt illegale Versionen durch legale ersetzt werden", so Berg weiter.
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