Fehler in Virensignatur legte Microsoft-Software lahm

Viren & Trojaner Ein Update für die Sicherheitslösungen des Anbieters McAfee hat Montagnacht dazu geführt, dass eine Software von Microsoft fälschlicherweise als Trojaner eingestuft wurde. Die betroffene Datei wurde auf tausenden Systemen von der AntiVirus-Software gelöscht. Das Problem betraf offenbar nur die von Unternehmenskunden genutzte Konferenzlösung Microsoft Office Live Meeting. Durch einen Fehler in der Signaturdatei stuften McAfees Sicherheitslösung die Datei LMCAPI.exe, die Teil der Live-Update-Funktion ist, als den Trojaner "Swizzor" ein. Bei mindestens einem großen internationalen Konzern sorgte dies für massive Probleme.

Nach Angaben von The Register wurde die Datei durch die Falscherkennung von der AntiVirus-Lösung von tausenden Computern des Unternehmens entfernt. Die IT-Abteilung musste daher mit einigem Aufwand bei den jeweiligen Systemen neue Versionen von Live Update und eine fehlerfreie Signaturdatei für die McAfee-Software einspielen.

McAfee reagierte nach eigenem Bekunden umgehend auf die Probleme. Noch vor der Bereitstellung einer fehlerbereinigten Signaturdatei habe man zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Falscherkennung zu verhindern. Insgesamt sollen nur wenige Firmenkunden des Sicherheitsdienstleisters betroffen gewesen sein.

Probleme mit fehlerhaften Signaturdateien für Sicherheits-Software gibt es immer wieder. Unter anderem wurden auch weit verbreitete Programme wie der Windows Explorer oder Adobes PDF-Reader schon als Schadsoftware eingestuft.
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