Startschuss für erstes mobiles WiMAX-Netz in Europa

Mobiles Internet In Amsterdam kann als erster europäischer Stadt WiMAX mit mobilen Geräten genutzt werden. Die Infrastruktur wurde gestern vom Betreiber Worldmax in Betrieb genommen. Mit günstigen Tarifen und schnellen Verbindungen will man gegen die Mobilfunkanbieter punkten. Vorerst können Nutzer aber lediglich eine Light-Version buchen. Die Download-Geschwindigkeit ist dabei auf 1 Megabit pro Sekunde begrenzt, Uploads sind mit 128 Kilobit pro Sekunde möglich. Worldmax verlangt dabei für die Flatrate monatlich 19,95 Euro.

Später sollen höhere Bandbreiten zur Verfügung gestellt werden. Im Regelbetrieb wird die mobile Internet-Nutzung über das Breitbandnetz abhängig von der gewünschten Bandbreite zwischen 29,95 Euro und 59,95 Euro kosten. Zuerst will der Anbieter allerdings sicherstellen, dass das gesamte Stadtgebiet gut genug ausgeleuchtet ist, um auch überall eine Nutzung in Wohnungen zu ermöglichen.

Worldmax baute sein Netz auf Basis von Alcatel-Lucent-Systemen. Zum Einsatz kommt der WiMAX-Standard 802.16e. Perspektivisch will die Firma ihr Netz landesweit ausbauen. Das erfordert allerdings ähnlich hohe Investitionen wie ein neues Mobilfunknetz. Rund 3.000 Sendemasten müssten dafür aufgestellt werden.

Worldmax bietet derzeit ausschließlich PC-Cards als Empfänger an. Später sollen auch USB-Sticks verfügbar sein. Außerdem setzt man darauf, dass Intel bald Centrino-Chipsätze mit integriertem WiMAX-Modul anbietet. Der Chiphersteller ist einer der aktivsten Unterstützer der neuen Funktechnologie und investierte auch in Worldmax.
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