Telekom bald größter Mobilfunkbetreiber in den USA?
Wie das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, seien die Verhandlungen noch in einer frühen Phase. Der Zukauf wäre ein Milliardengeschäft. Der Börsenwert Sprint Nextels beläuft sich derzeit auf 22 Milliarden Dollar.
Die Telekom würde ihre Auslandsexpansion weiter vorantreiben. Im letzten Jahr wurde erstmals mehr als die Hälfte des Mobilfunk-Umsatzes außerhalb Deutschlands generiert. Damit reagiert das Unternehmen auf die rückläufige Festnetz-Nutzung und den Konkurrenzdruck im Mobilfunk- und Breitbandmarkt hierzulande.
T-Mobile USA gehörte zuletzt zu den am stärksten wachsenden Auslandstöchtern. Im letzten Jahr kamen 3,6 Millionen Kunden hinzu (insgesamt nun 28,7 Millionen), die Einnahmen kletterten von 17,1 Milliarden Dollar auf 19,3 Milliarden Dollar.
Mit einer Übernahme Sprint Nextels, dem mit 54 Millionen Kunden drittgrößten Netzbetreiber des Landes, könnte der Konzern einen deutlichen Schritt nach vorn machen. Das Unternehmen ist derzeit vergleichsweise günstig zu haben. Seit der Übernahme Nextels durch Sprint im Jahr 2005 plagen den Konzern massive Probleme. Das ließ den Aktienkurs deutlich sinken. Der Kurs brach vom höchsten Wert von 23,42 Dollar je Aktie auf einen neuen Tiefstand von unter 10 Dollar ein.
Allerdings stehen einer Akquisition zwei gewichtige Hürden entgegen: Einerseits ist die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden zu einem solchen Deal fraglich. Andererseits setzt Sprint Nextel ein CDMA-basiertes Netz ein, während T-Mobile GSM als Grundlage der Infrastruktur nutzt. Die Mobilfunknetze beider Firmen ließen sich so nicht einfach zusammenschalten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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