Deutschland: Jedes vierte Programm ist Raubkopie
Musik
Piraterie im Internet macht der Musikindustrie zu schaffen: Auf einen legalen Download kommen nach Branchenangaben zehn illegale. Mehr als drei Millionen Deutsche machen mit. Durch unrechtmäßige Online-Kopien sowie illegal gebrannte CDs und DVDs entstand im vergangenen Jahr ein Schaden von rund 530 Millionen Euro. Legale Downloads liegen inzwischen aber im Trend: 2007 luden die Deutschen 34 Millionen Songs und Alben rechtmäßig auf ihre PCs - ein Drittel mehr als 2006.
Filme
Mehrere hundert Millionen Euro entgehen auch der Filmbranche durch Piraterie. Eine Studie der Universität Weimar beziffert den Schaden auf jährlich rund 200 Millionen Euro. Die Zahl der Kinobesuche könnte bis zu 13 Prozent steigen, wenn es für illegale Kopien kein Angebot und kaum Nachfrage gäbe. Ähnlich sieht es im DVD-Geschäft aus: Bis zu 11 Prozent mehr Filme könnten verliehen und 15 Prozent mehr verkauft werden, wenn keine illegalen Duplikate im Umlauf wären. Die Zahl der urheberrechtlichen Strafverfahren unter Beteiligung der Antipiraterie-Organisation GVU ist binnen zehn Jahren um das Neunfache gestiegen: 2007 gab es rund 1.900 Verfahren. Jedes vierte endet derzeit mit einer Verurteilung. Aber auch wenn ein Prozess formal eingestellt wird, ist oft eine Geldbuße fällig.
Markenware
Nicht nur Software und digitale Kulturgüter sind im Visier von Piraten: Zunehmend werden Geräte und Zubehörteile imitiert. So hat der Zoll im Jahr 2007 gefälschte Computer im Wert von 4 Millionen Euro sichergestellt - viermal mehr als drei Jahre zuvor. Auch Druckerpatronen werden häufig gefälscht. Die Beamten beschlagnahmten im vergangenen Jahr zudem nachgemachte Elektrogeräte im Wert von mehr als 42 Millionen Euro. Eine noch größere Rolle spielen gefälschte Markenkleidung und Accessoires wie Handtaschen. Die Dunkelziffern sind hoch, weil längst nicht jeder Schmuggel auffliegt. Die meisten Plagiate, die der Zoll entdeckt, kommen aus China (29 Prozent). Es folgen die USA und die Türkei (16 bzw. 10 Prozent).
Ein Mittel, um illegale Kopien im Internet zu vermeiden, ist Digitales Rechtemanagement (DRM). "Autoren können mit DRM die Verbreitung ihrer Werke im Netz steuern", erklärt BITKOM-Präsidiumsmitglied Holdenried.
Piraterie im Internet macht der Musikindustrie zu schaffen: Auf einen legalen Download kommen nach Branchenangaben zehn illegale. Mehr als drei Millionen Deutsche machen mit. Durch unrechtmäßige Online-Kopien sowie illegal gebrannte CDs und DVDs entstand im vergangenen Jahr ein Schaden von rund 530 Millionen Euro. Legale Downloads liegen inzwischen aber im Trend: 2007 luden die Deutschen 34 Millionen Songs und Alben rechtmäßig auf ihre PCs - ein Drittel mehr als 2006.
Filme
Mehrere hundert Millionen Euro entgehen auch der Filmbranche durch Piraterie. Eine Studie der Universität Weimar beziffert den Schaden auf jährlich rund 200 Millionen Euro. Die Zahl der Kinobesuche könnte bis zu 13 Prozent steigen, wenn es für illegale Kopien kein Angebot und kaum Nachfrage gäbe. Ähnlich sieht es im DVD-Geschäft aus: Bis zu 11 Prozent mehr Filme könnten verliehen und 15 Prozent mehr verkauft werden, wenn keine illegalen Duplikate im Umlauf wären. Die Zahl der urheberrechtlichen Strafverfahren unter Beteiligung der Antipiraterie-Organisation GVU ist binnen zehn Jahren um das Neunfache gestiegen: 2007 gab es rund 1.900 Verfahren. Jedes vierte endet derzeit mit einer Verurteilung. Aber auch wenn ein Prozess formal eingestellt wird, ist oft eine Geldbuße fällig.
Markenware
Nicht nur Software und digitale Kulturgüter sind im Visier von Piraten: Zunehmend werden Geräte und Zubehörteile imitiert. So hat der Zoll im Jahr 2007 gefälschte Computer im Wert von 4 Millionen Euro sichergestellt - viermal mehr als drei Jahre zuvor. Auch Druckerpatronen werden häufig gefälscht. Die Beamten beschlagnahmten im vergangenen Jahr zudem nachgemachte Elektrogeräte im Wert von mehr als 42 Millionen Euro. Eine noch größere Rolle spielen gefälschte Markenkleidung und Accessoires wie Handtaschen. Die Dunkelziffern sind hoch, weil längst nicht jeder Schmuggel auffliegt. Die meisten Plagiate, die der Zoll entdeckt, kommen aus China (29 Prozent). Es folgen die USA und die Türkei (16 bzw. 10 Prozent).
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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