'The Pirate Bay' soll Musikfirmen 1,6 Mio. Euro zahlen
Die Forderung wurde jetzt von den Plattenfirmen vorgelegt. Die Betreiber von "The Pirate Bay" Goffrid Svartholm Warg, Frederik Neij, Peter Sunde und Carl Lundström stehen seit Januar wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen vor Gericht. Konkret wirft ihnen die neue Klage vor, 24 Musikalben, neun Filme und vier Computerspiele illegal verbreitet zu haben.
Wie üblich sei man wenig besorgt, erklärte Svartholm Warg gegenüber schwedischen Medien, nachdem er den Plattenfirmen zuvor auf nicht jugendfreie Art und Weise vorgeschlagen hatte, sich doch lieber mit sich selbst zu beschäftigen. Die von den Musikfirmen geforderte Summe sei von ihm und seinen Mitstreitern mit Gelächter zur Kenntnis genommen worden.
Die Unternehmen hatten die Summe errechnet, in dem sie die Anzahl der Downloads der 24 Musikalben ermittelten. Darüber hinaus verlangen sie eine grundlegende Entschädigung, weil die Rechteinhaber der Verbreitung der Inhalte nicht zugestimmt haben. Der tatsächliche Schaden liege um ein Vielfaches höher, erklärte ein Sprecher des Internationalen Verbands der Phonografischen Industrie (IFPI).
Die Macher von "The Pirate Bay" halten von den Berechnungen der klagenden Labels allerdings nicht viel, da diese auf dem Endkundenpreis des jeweiligen Albums basieren sollen. Es handele sich um Zahlen, die der Fantasie der Unternehmen entsprungen seien. Auch sei höchst fraglich, warum die Firmen jetzt schon Angaben zum von ihnen geforderten Schadenersatz machen.
Tatsächlich hat das eigentliche Verfahren noch nicht einmal begonnen, da bisher kein Termin für eine Verhandlung feststeht. Die vier Betreiber von "The Pirate Bay" waren im Januar angeklagt worden. Zuvor hatte die schwedische Justiz jahrelang versucht, das urheberrechtlich fragwürdige Treiben zu unterbinden - bisher ohne jeglichen Erfolg.
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