Intel: Technischer Rückschritt um Strom zu sparen?
Bisher war nur wenig zu den neuen Chips bekannt, doch nun sind im Vorfeld der International Solid States Curcuits Conference (ISSCC) in der nächsten Woche einige Details an die Öffentlichkeit gelangt, die Auskunft darüber geben, was von Intels neuen Spar-Prozessoren zu erwarten sein wird.
Aus Intels Ankündigungen für die ISSCC geht hervor, dass der Prozessorhersteller in der Tat den neuen "Silverthorne" vorstellen wird. Den technischen Beschreibungen des neuen Chips ist zu entnehmen, dass er aus 47 Millionen Transistoren bestehen wird und in einem 45-Nanometer-Prozess gefertigt werden soll.
Darüber hinaus wird die Größe mit 25 Quadratmillimetern angegeben. Der Stromverbrauch wird von Intel mit weniger als zwei Watt beziffert. Offenbar wagt der Hersteller mit "Silverthorne" allerdings einen Schritt zurück in die Vergangenheit, um eine derart niedrige Leistungsaufnahme zu gewährleisten.
Statt Anfragen, wie bei modernen Prozessoren von Intel und AMD üblich, ohne eine bestimmte Reihenfolge zu verarbeiten, setzt man bei der neuen CPU auf eine Verarbeitung der Daten nach einander. Dadurch lässt sich zwar Strom sparen, doch die Leistungsfähigkeit wird gegenüber der sonst üblichen Vorgehensweise eingeschränkt.
Intels Konkurrent VIA setzt bisher auf dieses Konzept, um seine Chips besonders sparsam zu machen. Ausgerechnet VIA kündigte jedoch vor einigen Tagen eine neue Prozessorarchitektur an, mit der man sich davon abwendet, bei gleichbleibend niedrigem Stromverbrauch aber mehr Leistung erzielen will.
Intels neue Angaben zu "Silverthorne" bestätigen die Vermutung des VIA-Chefentwicklers Glenn Henry, der voller Selbstbewusstsein behauptet hatte, dass Intels neue CPUs in Sachen Leistung eher ein Rückschritt sein würden. Henry ist überzeugt, dass VIA mit seinen neuen Prozessoren mehr Leistung bieten kann als Intels "Silverthorne".
Ob dem tatsächlich so sein wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Zahlreiche Hersteller haben Laptops und Mini-PCs auf Basis der neuen "Diamondville" Plattform angekündigt, bei der "Silverthorne" CPUs mit bis zu 2 Gigahertz eingesetzt werden sollen. Ob VIA Recht behalten wird, werden wir also erst gegen Mitte des Jahres wissen.
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