Microsoft experimentiert mit Billig-Rechner für Indien

Hardware Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte im April das sogenannte "Unlimited Potential" Programm an, in dessen Rahmen er und sein Unternehmen dafür sorgen wollen, dass auch Menschen in den ländlichen Regionen von Entwicklungsländern Zugang die Möglichkeit erhalten, auf das Internet zuzugreifen. Jetzt wurde bekannt, dass Microsoft als Teil dieses Programms damit beginnen will, in Indien einen besonders günstigen Computer zu vertreiben, der vor allem zu Lernzwecken eingesetzt werden soll. Parallel dazu soll eine neue Abteilung des indischen Ablegers von MSN gestartet werden, über den man Bildungsmaterialien anbieten will.

Der als "IQ PC" bezeichnete Rechner soll rund 21000 indische Rupien (rund 500 Euro) kosten, basiert auf einem AMD-Prozessor und wird inklusive Software aus dem Hause Microsoft ausgeliefert, die durch zusätzliche Programme von vor Ort ansässigen Herstellern ergänzt wird.

Die indischen Vertragsfertiger Zenith und Wipro übernehmen die Produktion, wodurch der Preis auf Dauer fallen soll. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben mit Intel daran, ein ähnliches Produkt anzubieten. Dass man zunächst auf AMD setzt, sei eher zufällig eingetreten, hieß es aus Redmond.

Zunächst will man den IQ PC im August in zwei indischen Großstädten erproben, ab November soll dann die landesweite Markteinführung beginnen. Der Preis von rund 500 Euro ist natürlich höher als der ähnlicher Angebote, doch Microsoft hält mit dem Hinweis dagegen, dass sowohl Software, als auch Internetzugang und andere Dienstleistungen bereits im Paket enthalten sind.
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