Skandinavien - Bald Schluss mit Apples iTunes?

Wirtschaft & Firmen Apples Musik-Shop iTunes stößt in den skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden auf heftige Kritik seitens der Regierung. Demnach fordern staatliche Verbraucherschützer eine Möglichkeit, die erworbenen Songs auf jedes beliebige Gerät zu übertragen. Das Büro des norwegischen Verbraucherschutzbeauftragten sagte, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen, die ein iTunes-Kunde akzeptieren muss, in Norwegen gegen geltendes Recht verstoßen. Dazu gehört unter anderem der Teil, der es Apple erlaubt, die genannten Bedingungen jederzeit zu ändern.

Bis zum 21. Juni hat man Apple Zeit gegeben, auf die Vorwürfe zu reagieren. Anderenfalls wird das Unternehmen Strafe zahlen müssen. Bjorn Erik Thon, Leiter des norwegischen Verbraucherschutzbüros sagte, dass er selbst schon zahlreiche Lieder bei iTunes geladen hat, sich aber darüber ärgert, dass er die gekauften Titel nicht auf sein Nokia N80 übertragen kann.

Gegenüber der Webseite Forbruker.no sagte ein Sprecher von Apple, dass man das Problem aus der Welt schaffen möchte, ohne das Geschäft in Skandinavien einzustellen. Ob Apple die Möglichkeit bieten wird, die Songs auch auf andere Geräte als den iPod zu übertragen, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Auch in England wächst die Kritik an Apple. Dort müssen Kunden 0,99 Pfund für ein Lied zahlen, was umgerechnet 1,44 Euro entspricht - deutlich mehr als beispielsweise in Deutschland, wo 99 Cent fällig werden.
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