FritzBox 6690 Pro ab sofort auch im freien Handel verfügbar

Triband-WLAN, Zigbee-Integration und extremer Datendurchsatz: Die FritzBox 6690 Pro rüstet Kabelanschlüsse massiv auf. Bisher schnürte Vodafone das Gerät an Mietverträge. Ab sofort wandert der Router mit Wi-Fi 7 direkt in den freien Handel.
Avm, Netzwerk, Router, FritzOS, Mesh, Wi-Fi 6, FritzBox 6690 Cable, WLAN-ax
AVM

    Wi-Fi 7 am Kabelanschluss

    Nutzer von Kabelinternet können ihr Heimnetz ab sofort mit Wi-Fi 7 aufrüsten. Die FritzBox 6690 Pro, die bereits zur IFA 2025 vorgestellt wurde, bietet Multi-Gigabit-Tempo und Triband-WLAN und ist seit Kurzem frei im Handel erhältlich. Zuvor war das Modell exklusiv als Mietgerät bei Vodafone verfügbar.

    Das Modem basiert auf dem Standard DOCSIS 3.1 und ist abwärtskompatibel zu älteren Anschlüssen. Der Router funkt gleichzeitig auf drei Frequenzbändern: 2,4 GHz, 5 GHz und dem neuen 6-GHz-Band. Ein Filtermodus blendet gezielt Störsignale aus, was besonders in dicht besiedelten Gebieten die Netzqualität verbessert.


    Laut Herstellerangaben ermöglicht die FritzBox 6690 Pro theoretische Datenraten von bis zu 12,2 Gigabit pro Sekunde. Das Gerät unterstützt Multi-Link Operation für parallele Datenübertragung auf mehreren Bändern, was Latenzen reduziert. Wi-Fi 7 wurde speziell entwickelt, um Verzögerungen bei Echtzeitanwendungen wie Videokonferenzen oder Cloud-Gaming zu minimieren.

    Bei den kabelgebundenen Schnittstellen bietet das Gerät einen 2,5-Gigabit-Port sowie drei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Für die Telefonie stehen zwei analoge Anschlüsse und eine DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone zur Verfügung.

    Smart Home und Ausfallsicherheit

    Die FritzBox 6690 Pro dient zusätzlich als Steuerzentrale für Smart-Home-Anwendungen. FritzOS vereint zwei Funkstandards: das hauseigene Protokoll DECT ULE und ein integriertes Zigbee-Gateway. Nutzer können damit Leuchtmittel und Sensoren von Drittanbietern ohne zusätzliche Basisstation direkt ins Netzwerk einbinden.

    Der Router wandelt unverschlüsselte Fernsehsignale des Kabelanschlusses um und leitet sie als IP-Pakete an bis zu vier Endgeräte im Netzwerk weiter. Zwei USB-3.0-Anschlüsse ermöglichen die Verbindung externer Speichermedien oder Drucker, die als Netzwerkspeicher für alle angemeldeten Geräte zur Verfügung stehen. FritzBox 6690 ProDie FritzBox 6690 Pro ist laut Fritz ab sofort im freien Handel Für eine unterbrechungsfreie Verbindung bietet die Software einen automatischen Ausfallschutz. Bei Ausfall der primären Kabelverbindung wechselt das System auf eine alternative Verbindung. Folgende Ersatzverbindungen lassen sich konfigurieren:

    • Eine per LAN angebundene Hardware mit Mobilfunkzugang
    • Ein kompatibler Stick für den Mobilfunk über USB

    Mit einem Preis von 429 Euro positioniert sich das Gerät im Premiumsegment. Anwender erhalten eine umfangreiche Ausstattung für moderne Kabelanschlüsse.

    FritzBox 6690 Pro – Technische Daten
    Router-Typ Wi-Fi-7-Router mit integriertem Kabel­modem
    Kabelmodem-Standard DOCSIS 3.1 (abwärts­kompatibel zu EuroDOCSIS 3.0)
    WLAN 6 GHz bis zu 5760 MBit/s
    WLAN 5 GHz bis zu 5760 MBit/s
    WLAN 2,4 GHz bis zu 688 MBit/s (Wi-Fi 7, unterstützt MLO)
    WLAN Mesh 2x2 (6 GHz), 4x4 (5 GHz), 2x2 (2,4 GHz)
    LAN-Anschlüsse 1 x 2,5-GBit/s, 3 x 1-GBit/s
    USB-Anschlüsse 2 x USB 3.0 (Speicher­medien, Drucker)
    Telefonie DECT, IP/SIP, 2 x analog (FXS)
    TV-Streaming bis zu 4 digitale Free-TV-Programme gleichzeitig (PC, Smart­phone, Tablet)
    Smart Home DECT ULE, Zigbee
    Betriebssystem FritzOS (VPN, Kinder­sicherung, Media­server, FritzNAS, WLAN-Gast­zugang u. v. m.)

    Ist der Preis für die gebotenen Funktionen gerechtfertigt oder reicht euch ein einfacheres Modell? Teilt eure Gedanken zur neuen Hardware gerne mit uns in den Kommentaren!
    Lohnt sich das Upgrade für 429 Euro?
    Die FritzBox 6690 Pro positioniert sich mit einer UVP von 429 Euro klar im Premiumsegment. Für IT-Profis, die Kabelinternet, Wi-Fi 7 und Smart-Home-Steuerung in einem zentralen Gerät bündeln möchten, bietet sie ein zukunftssicheres All-in-One-Paket.

    Wer bereits einen aktuellen Wi-Fi-6-Router besitzt und keine Smart-Home-Geräte über Zigbee steuert, für den könnte der Preis aktuell noch zu hoch sein. Das Upgrade lohnt sich vor allem, wenn Sie die neuen Features wie Multi-Link Operation direkt nutzen können.
    Was bringt Wi-Fi 7 im Arbeitsalltag?
    Der neue Standard funkt im Triband-Betrieb auf 2,4, 5 und 6 GHz und erreicht laut Hersteller kombinierte Raten von bis zu 12,2 GBit/s. Besonders das 6-GHz-Band sorgt in dicht besiedelten Gebieten mit vielen WLAN-Netzen für spürbare Entlastung und weniger Störungen.

    Ein großer Vorteil für den IT-Alltag ist die Multi-Link Operation (MLO). Kompatible Endgeräte können damit mehrere Frequenzbänder parallel nutzen. Das stabilisiert Videocalls im Homeoffice und reduziert Latenzen bei datenintensiven Übertragungen erheblich.
    Wie funktioniert der Ausfallschutz?
    Für IT-Profis, die auf eine permanente Verbindung angewiesen sind, ist das Feature FritzFailsafe besonders interessant. Fällt das Kabelinternet aus, wechselt der Router automatisch auf einen alternativen Zugang, um Ausfallzeiten zu minimieren.

    Als Backup-Verbindung lässt sich beispielsweise ein USB-Mobilfunkstick direkt an einem der beiden USB-3.0-Ports betreiben. Alternativ kann eine zweite FritzBox mit Mobilfunkzugang per LAN angebunden werden, was maximale Flexibilität im Homeoffice garantiert.
    Reichen die LAN-Anschlüsse für Profis?
    Die kabelgebundene Ausstattung fällt im Vergleich zum rasanten WLAN eher konventionell aus. Das Gerät bietet einen 2,5-Gigabit-LAN-Port sowie drei reguläre Gigabit-LAN-Anschlüsse für PCs, NAS-Systeme oder Konsolen.

    Für die meisten Homeoffice-Szenarien ist das ausreichend. Wer jedoch ein umfangreiches Heimnetzwerk mit mehreren High-Speed-Geräten oder schnellen NAS-Systemen betreibt, muss gegebenenfalls einen zusätzlichen Multi-Gigabit-Switch einplanen.
    Ersetzt der Router die Zigbee-Bridge?
    Ja, die FritzBox 6690 Pro fungiert als vollwertige Smart-Home-Zentrale. Neben dem hauseigenen Standard DECT ULE ist nun auch Zigbee direkt integriert. Dadurch lassen sich kompatible Lampen, Sensoren oder Steckdosen ohne zusätzliche Bridge einbinden.

    Die Verwaltung aller Geräte erfolgt zentral und übersichtlich über das FritzOS. So können Sie beispielsweise Routinen wie "Haus verlassen" oder automatische Beleuchtungen direkt im Router konfigurieren, was die Netzwerkarchitektur deutlich vereinfacht.
    Gibt es den Router auch vom Provider?
    Neben dem freien Handel ist das Gerät auch über Internetanbieter beziehbar. Laut Berichten bietet Vodafone die FritzBox 6690 Pro als erster Provider auch als Leihgerät an. Zuvor soll das Modell dort sogar exklusiv verfügbar gewesen sein.

    Ein Leihgerät kann eine kostengünstige Alternative zum teuren Kauf sein. Bedenken Sie jedoch, dass Provider-Geräte manchmal mit angepasster Firmware ausgeliefert werden, was Updates verzögern oder bestimmte Profi-Funktionen einschränken könnte.
    Zusammenfassung
    • Der neue Kabel-Router FritzBox 6690 Pro ist nun frei im Handel erhältlich
    • Das Gerät unterstützt schnelles Wi-Fi 7 mit bis zu 12,2 Gigabit pro Sekunde
    • Es bietet Triband-WLAN auf 2,4 GHz, 5 GHz sowie dem neuen 6-GHz-Band
    • Das Modell dient als Smart-Home-Zentrale mit DECT ULE und Zigbee-Standard
    • Ein integrierter Ausfallschutz ermöglicht alternative Mobilfunk-Backups
    • Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 429 Euro ist es ein Premium-Gerät

    Siehe auch:


    Tipp einsenden
    ❤ WinFuture unterstützen
    Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!