Phisher zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt
Im englischen Leeds ist ein US-Amerikaner, der dem britischen Teil eines Datendiebstahls vorstand, der mehrere Millionen Pfund Schaden verursachte, zu sechs Jahren Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der 24-jährige Douglas Harvard wurde am Montag wegen Geldwäsche und Betrug schuldig gesprochen. Ein 25-jähriger Komplize war bereits im Juni 2004 zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden.
Das Gericht stellte fest, dass die Beiden durch ihre Phishing-Webseiten geschätzte 6,5 Millionen Pfund, also fast 9,8 Millionen Euro, von den Konten der geschädigten Kreditkartenkunden abbuchen konnten. Sie gaben das Geld für den An- und Verkauf von Waren im Internet aus und führten einen aufwändigen Lebensstil.
Im Rahmen einer Untersuchung des britischen National Hi-Tech Crime Unit waren die Kriminellen aufgefallen. Harvard hat zugegeben Daten von russischen Partnern entgegen genommen zu haben um mit den persönlichen Daten Anderer einkaufen zu können. Er kaufte die Waren bei Auktionen von Geschäftspartnern und wusch auf die Weise Geld. Bevor die Erträge wieder nach Russland überwiesen wurden, nahmen er und seine Partner sich ihren Teil.
Bei Durchsuchungen fand die Polizei mehrfach gefälschte Schecks und Finanzdokumente, die im Zusammenhang mit einer Reihe von Bankkonten stehen, deren Daten von Harvard missbraucht wurden. Bei seinem Komplizen fand man die nötigen Gerätschaften und gefälschte Bankdokumente. Dem Hauptbeschuldigten wird neben dem Verfahren in England auch im US-Bundesstaat Texas wegen ähnlichen Anklagepunkten der Prozess gemacht.
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