Handy-Schmeißen - Deutsche qualifizieren sich

Telefonie Ist es gerechtfertigt zu sagen, die Welt sei verrückt, nur weil man sich einige Einträge des Guinness Buch der Rekorde ansieht? Nein, es wäre nicht richtig, denn erst wenn man die aus Finnland übernommene, auf gut Deutsch ausgedrückte Handy-Schmeiß-Meisterschaft zu Augen bekommt, ist man davon wirklich überzeugt. Thomas Chedor, der auf Grund einer Krankheit nicht mehr im Stande war, seine über Jahre hinweg ausgeübte Sportart Speerwerfen weiter zu betreiben, hat sich nun in einem anderen, aber dennoch ähnlichem Bereich versucht. Chedor schleuderte ein Handy 77 Meter durch die Luft, wurde dadurch erster deutscher Meister und qualifizierte sich zugleich für die Weltmeisterschaft, die im August dieses Jahres in Finnland stattfinden wird. Zusätzlich belegten Kay Sallach, Michael Juling und Joachim Nelsbach vordere Plätze und werden deshalb auch nach Finnland reisen.

Die Finnin Virpi Staar brachte das Handy-Schmeißen nach Bielefeld, nachdem sie letztes Jahr in ihrem Heimatland davon Spitz gekriegt hatte. Virpi Staar räumt ein, die Finnen seien manchmal etwas verrückt und übermütig. Dennoch bemühte sie sich um die Erlaubnis für die Abhaltung einer Qualifikation in Deutschland. Letzten Endes erteilte man ihr das Recht unter einer Bedingung: Der Wettbewerb darf nur unter dem Namen Wettspiels im Handyschmeißen nach finnischer Art laufen.

Christine Lund kam schon vor einiger Zeit in Finnland auf die Idee, Mobiltelefone auch noch in anderen Bereichen einzusetzen. Verwendung finden alte Geräte, die inzwischen nicht mehr hergestellt und vom Einzelhandel nicht mehr verkauft werden. Lund überwachte am Samstag den rechtmäßigen Ablauf und überprüfte die Teilnahmeberechtigungen. Zur Popularität des Sports sollen weitere Qualifikationen in Russland, in Israel, in der Schweiz, in Österreich, in Norwegen und in Großbritannien beitragen.
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