Microsoft will RAW-Unterstützung für Windows

Windows Vista Die unkomprimierten RAW-Daten von Digitalkameras ließen sich bisher nur mit Spezialwerkzeugen der Kamerahersteller oder teuren Bildbearbeitungsprogrammen lesen. Dem möchte Microsoft jetzt ein Ende setzen. Der Software-Riese kündigte an, sowohl für Windows XP als auch dessen Nachfolger Longhorn eine RAW-Unterstützung direkt im Explorer anzubieten. Dafür verhandelt Microsoft momentan mit Canon, Nikon und Fuji sowie dem Bildbearbeitungs-Spezialisten Adobe. Ziel ist es, ein Zertifizierungsprogramm für RAW-Codecs zu etablieren.

Zur Zeit benutzt jeder Kamera-Hersteller ein individuelles RAW-Format, das sich teilweise auch noch von Kamerageneration zu Kamerageneration verändert. Erschwerend kommt hinzu, dass die Formate größtenteils unter Verschluss stehen. Daher muss jeder Hersteller eines universellen RAW-Konverters, den beispielsweise Adobe in Photoshop implementiert hat, entweder eine mitunter teure Lizenz erwerben, oder durch Re-Engineering jedes Format einzeln entschlüsseln.

Einen ähnlichen Lösungsansatz wie Microsoft verfolgt Adobe seit September 2004. Der Grafikspezialist versucht ein offenes, standardisiertes Rohdatenformat namens DNG (Digital Negative) zu etablieren. Softwarehersteller und Fotografen zeigen sich begeistert, die Kamera-Hersteller bisher dagegen nicht.

Quelle: ct
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