Adobe übernimmt seinen Rivalen Macromedia

Wirtschaft & Firmen Der bekannte Grafiksoftware-Hersteller Adobe Systems hat mitgeteilt, dass man das Geschäft auf Audio- und Video-Software ausweiten will und dass man sich zu diesem Zweck mit dem Konkurrenten Macromedia auf eine Übernahme geeinigt hat. Der Deal soll aktienbasiert ablaufen und einen Gegenwert von 3,4 Milliarden US-Dollar (fast 2,7 Milliarden Euro) haben. Die Bedingungen der Übernahme, die von den Chefetagen beider Firmen abgesegnet wurden, sehen 25% Vergütung für Besitzer von Macromedia-Aktien vor, basierend auf dem Kurs von 33,45 US-Dollar, mit dem die Aktie die letzte Handelswoche abgeschlossen hatte. Macromedia-Aktionäre erhalten 0.69 Adobe-Aktien für jeden ihrer Macromedia-Anteilsscheine.

Adobe teilte nicht mit, welche Gemeinsamkeiten man ausnutzen will und welche Kostensenkungen man durch die Übernahme erreichen möchte. Das Geschäft soll bis zum Herbst diesen Jahres abgeschlossen sein. Adobe-Chef Bruce Chizen bleibt Chef der zusammengeschlossenen Unternehmen.

Chizen ließ in einer ersten Stellungnahme verlauten, dass man nun die starken Ressourcen, die man in Sachen Entwicklungs-, Authoring- und Kollaborationssoftware geschaffen hat, mit den Funktionen der PDF- und Flash-Standards kombinieren kann. Der Firma Adobe geht es unterdessen bestens. Man kündigte separat an, dass man die Erwartungen in Sachen Gewinn und Umsatz erreichen würde und kündigte eine Dividende von 51 bis 55 US-Cents pro Aktie an. Der Grund für die guten Aussichten sei vor allem die Nachfrage für Adobe Acrobat.
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