Capcom gehackt: Daten von 11,7 Millionen Nutzern wurden gestohlen
Der japanische Spielehersteller Capcom hat einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall bei seinem Kontodienst Capcom ID bestätigt. Unbekannte Angreifer erbeuteten E-Mail-Adressen und weitere Informationen von mehr als 11,7 Millionen Nutzern.
In weiteren 196 Fällen veränderten die Angreifer die Zugangspasswörter, offenbar um den rechtmäßigen Besitzern den Zugriff auf ihre Konten zu verwehren. Capcom setzte diese Passwörter zurück. Kreditkartendaten und die Passwörter der registrierten Mitglieder sollen nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen sein. Capcom untersucht den Vorfall und will betroffene Kunden schrittweise informieren.
Wann genau der Angriff begann, ist bislang nicht bekannt. Capcom zufolge bemerkte das Unternehmen verdächtige Aktivitäten und bestätigte am 19. Oktober einen unbefugten Zugriff auf seine Systeme. Eine Untersuchung wurde unmittelbar eingeleitet. Bereits am folgenden Tag stand fest, dass Kundendaten kompromittiert worden waren. Am 21. Oktober meldete der Konzern den Vorfall sowohl der Polizei als auch der japanischen Datenschutzbehörde.
Capcom warnt Nutzer angesichts des Datenabflusses vor unerwarteten E-Mails und anderen Kontaktversuchen. Insbesondere Nachrichten, in denen zusätzliche persönliche Informationen angefordert werden oder die Links und Dateianhänge enthalten, sollten mit Vorsicht behandelt werden. Die gestohlenen E-Mail-Adressen könnten für gezielte Phishing-Angriffe missbraucht werden.
Siehe auch:
- Bei Capcom wurden Daten wie E-Mail-Adressen und IP-Adressen entwendet
- Kreditkartendaten und Passwörter der Nutzer sind nicht kompromittiert
- In fast 200 Fällen änderten die Kriminellen unbefugt Kontopasswörter
- Das Unternehmen bemerkte verdächtige Zugriffe bereits am 19. Oktober
- Behörden sowie die Polizei in Japan wurden über den Vorfall informiert
- Der japanische Spielehersteller warnt Betroffene vor Phishing-Mails
Passwörter nicht betroffen
Zu den gestohlenen Informationen gehören neben den E-Mail-Adressen auch das Datum der Kontoerstellung, der Zeitpunkt des letzten Logins, die Anzahl der Anmeldungen sowie die IP-Adresse, die beim letzten Login verwendet wurde. Bei 43 Konten wurden darüber hinaus Geburtsdaten, Geschlecht, Nicknames und das jeweilige Land offengelegt.In weiteren 196 Fällen veränderten die Angreifer die Zugangspasswörter, offenbar um den rechtmäßigen Besitzern den Zugriff auf ihre Konten zu verwehren. Capcom setzte diese Passwörter zurück. Kreditkartendaten und die Passwörter der registrierten Mitglieder sollen nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen sein. Capcom untersucht den Vorfall und will betroffene Kunden schrittweise informieren.
Wann genau der Angriff begann, ist bislang nicht bekannt. Capcom zufolge bemerkte das Unternehmen verdächtige Aktivitäten und bestätigte am 19. Oktober einen unbefugten Zugriff auf seine Systeme. Eine Untersuchung wurde unmittelbar eingeleitet. Bereits am folgenden Tag stand fest, dass Kundendaten kompromittiert worden waren. Am 21. Oktober meldete der Konzern den Vorfall sowohl der Polizei als auch der japanischen Datenschutzbehörde.
Vorsicht vor Phishing
Wie die Angreifer zunächst Zugang erlangten, hat Capcom nicht öffentlich gemacht. Das Unternehmen erklärte jedoch, den Angriffsweg im Rahmen seiner Untersuchungen identifiziert und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt zu haben. Damit sollen vergleichbare Vorfälle zukünftig verhindert werden. Die Online-Dienste des Spieleherstellers seien weiterhin verfügbar und nicht beeinträchtigt.Capcom warnt Nutzer angesichts des Datenabflusses vor unerwarteten E-Mails und anderen Kontaktversuchen. Insbesondere Nachrichten, in denen zusätzliche persönliche Informationen angefordert werden oder die Links und Dateianhänge enthalten, sollten mit Vorsicht behandelt werden. Die gestohlenen E-Mail-Adressen könnten für gezielte Phishing-Angriffe missbraucht werden.
Siehe auch:
- Qilin beansprucht Angriff: diese Hacker kappten Japans Bierversorgung
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.