Sicherheitsbedenken: USA sperren DeepSeek in zivilen Bundesbehörden
Das US-Heimatschutzministerium hat die Nutzung von DeepSeek in zivilen Bundesbehörden strikt verboten. Wegen Sicherheitsbedenken müssen die bestehenden Implementierungen und auch Dienste von Drittanbietern zwingend entfernt werden.
Als Begründung führt das Ministerium Sicherheitsbedenken an. Es warnt vor potenzieller Malware und Schwachstellen in den Modellen und sieht das Risiko, dass sensible Regierungsdaten nach China abfließen. Ganz unbegründet sind die Bedenken nicht: Vorherige Untersuchungen hatten ergeben, dass die mobilen Apps von DeepSeek anfällig für unverschlüsselte Datenlecks waren.
Wie die Sicherheitsexpertin Katie Moussouris gegenüber The Register sagte, könnte die Umsetzung der Drittanbieter-Klausel schwierig werden, da Software-Stücklisten oft nicht erfassen, welche Werkzeuge Entwickler beim Schreiben von Code verwendet haben. Regierungsstellen konnten innerhalb von 60 Tagen nach Erlass der Anordnung schriftlich Ausnahmen, etwa Fristverlängerungen, beim DHS beantragen.
Ausgenommen von dem Verbot ist das US-Verteidigungsministerium. Militärische und nachrichtendienstliche IT-Systeme unterliegen separaten Verwaltungen. Die Defense Information Systems Agency hatte DeepSeek bereits im Januar 2025 in Pentagon-Netzen blockiert, die US-Marine, die NASA und das Repräsentantenhaus ergriffen ähnliche Maßnahmen.
Die offizielle Veröffentlichung des Verbots folgt wenige Tage nach dem Start der neuesten Modellversion DeepSeek V4.1-Flash-1017. DeepSeek hat sich bislang nicht geäußert. Chinas Außenministerium erklärte aber bereits, man werde die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen schützen. Ob man in diesem Fall etwas ausrichten kann, ist aber natürlich fraglich.
Nutzt ihr selbst quelloffene KI-Modelle wie DeepSeek für eure Projekte? Könnt ihr die Sicherheitsbedenken der US-Behörden nachvollziehen? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Das US-Heimatschutzministerium verbietet DeepSeek in Zivilbehörden
- Bestehende Systeme müssen entfernt und Neuanschaffungen gestoppt werden
- Als Begründung werden Sicherheitsrisiken und Datenabflüsse nach China genannt
- Auch Dienste externer Drittanbieter mit DeepSeek-Anbindung sind betroffen
- Militärische IT-Netze und die NASA hatten die KI bereits früher blockiert
- Die Modelle gelten wegen geringer Trainingskosten als günstige Alternative
Verbot für Zivilbehörden
Das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security; DHS) hat am Montag eine Anordnung veröffentlicht, die den Einsatz von DeepSeek in zivilen Bundesbehörden strikt untersagt. Die Anordnung verpflichtet die jeweiligen Behörden dazu, bestehende Implementierungen vollständig zu entfernen, und verbietet gleichzeitig die Beschaffung neuer Produkte. Die ursprüngliche Direktive stammt vom 24. Juli, wurde jedoch erst jetzt offiziell veröffentlicht.Als Begründung führt das Ministerium Sicherheitsbedenken an. Es warnt vor potenzieller Malware und Schwachstellen in den Modellen und sieht das Risiko, dass sensible Regierungsdaten nach China abfließen. Ganz unbegründet sind die Bedenken nicht: Vorherige Untersuchungen hatten ergeben, dass die mobilen Apps von DeepSeek anfällig für unverschlüsselte Datenlecks waren.
Drittanbieter ebenfalls im Fokus
Die Sperre beschränkt sich nicht auf direkte Anwendungen, sondern betrifft auch Dienste von Drittanbietern, die DeepSeek integriert haben. Ob auch KI-Gateways betroffen sind, die Anfragen an verschiedene Anbieter weiterleiten, ist unklar. Laut Engadget müssen Zivilbehörden wie die Environmental Protection Agency nun alle entsprechenden Produkte ausschließen.Wie die Sicherheitsexpertin Katie Moussouris gegenüber The Register sagte, könnte die Umsetzung der Drittanbieter-Klausel schwierig werden, da Software-Stücklisten oft nicht erfassen, welche Werkzeuge Entwickler beim Schreiben von Code verwendet haben. Regierungsstellen konnten innerhalb von 60 Tagen nach Erlass der Anordnung schriftlich Ausnahmen, etwa Fristverlängerungen, beim DHS beantragen.
Ausgenommen von dem Verbot ist das US-Verteidigungsministerium. Militärische und nachrichtendienstliche IT-Systeme unterliegen separaten Verwaltungen. Die Defense Information Systems Agency hatte DeepSeek bereits im Januar 2025 in Pentagon-Netzen blockiert, die US-Marine, die NASA und das Repräsentantenhaus ergriffen ähnliche Maßnahmen.
Preiskampf auf dem KI-Markt
Die Open-Weight-Modelle von DeepSeek können mit US-amerikanischen Spitzenmodellen mithalten, sind aber günstiger. Während die Kosten für OpenAIs GPT-4 bei rund 89 Millionen Euro lagen, benötigte DeepSeek nach eigenen Angaben etwa 5,3 Millionen Euro für das Training seiner ersten Version. Entwickler nutzen die Technologie daher gerne als wirtschaftliche Alternative.Die offizielle Veröffentlichung des Verbots folgt wenige Tage nach dem Start der neuesten Modellversion DeepSeek V4.1-Flash-1017. DeepSeek hat sich bislang nicht geäußert. Chinas Außenministerium erklärte aber bereits, man werde die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen schützen. Ob man in diesem Fall etwas ausrichten kann, ist aber natürlich fraglich.
Nutzt ihr selbst quelloffene KI-Modelle wie DeepSeek für eure Projekte? Könnt ihr die Sicherheitsbedenken der US-Behörden nachvollziehen? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Themen:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Videos zum Thema KI
- Pixel Watch 5: Googles Upgrade auf die Smartwatch im Test
- 3D-Druck: KI-Tool Tripo3D schickt Entwürfe direkt zum Drucker
- Tripo3D im Test: Von der Idee zum 3D-Druck mit Hilfe eines KI-Tools
- iPadOS 27: Erste Blicke auf Apples neues Tablet-Betriebssystem
- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Google-Home-Lautsprecher laden grundlos massenhaft Daten herunter
- Star Wars Battlefront 3: Disney soll Gespräche mit Studios führen
- Sicherheitsbedenken: USA sperren DeepSeek in zivilen Bundesbehörden
- Readly senkt Einstiegspreis: Tausende Zeitschriften für einen Euro
- Idefix auf dem Weg zum Mars: Erste Landung auf Mini-Mond Phobos
- Apple rüstet alte HomePods auf: Diese Modelle kriegen neue Features
- KIs machen Smart-TVs dumm, um Werbung und Tracking loszuwerden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!