DeepSeek: China-Kritiker bekommen von KI schlechtere Ergebnisse
Das chinesische KI-Tool DeepSeek stellt nicht allen Nutzern gleichwertige Ergebnisse zur Verfügung. Wer für die KI unter Verdacht fällt, dem chinesischen Staat nicht wohlgesonnen zu sein, bekommt beispielsweise fehlerhaften Code geliefert.
Während DeepSeek in den meisten Fällen wie erwartet Programmierhilfe anbietet, treten gravierende Probleme auf, wenn im Auftragstext Organisationen wie die verbotene Glaubensbewegung Falun Gong oder politische Brennpunkte wie Tibet und Taiwan genannt werden. Besonders auffällig war die Reaktion auf Anfragen, die im Namen der Terrororganisation Islamischer Staat gestellt wurden: Hier waren mehr als 40 Prozent der Antworten mit gravierenden Schwachstellen versehen, und in 61 Prozent der Fälle verweigerte DeepSeek die Mitarbeit ganz. Bei Falun Gong lag die Quote der Ablehnungen bei 45 Prozent.
CrowdStrike sieht darin einen Hinweis, dass politische Vorgaben Einfluss auf die technische Funktionsweise der KI haben könnten. "Das ist eine interessante Beobachtung", sagte Helen Toner vom Center for Security and Emerging Technology an der Georgetown University. Bisher habe es kaum Belege für diese Art von Manipulation gegeben.
Die Untersuchung zeigt allerdings auch, dass DeepSeek bei Projekten mit US-Bezug vergleichsweise sauberen und sicheren Code produziert. Eine Erklärung könnte darin liegen, dass das Training der Software stark auf Datenmaterial aus amerikanischen Quellen basiert. Denkbar sei aber auch eine strategische Motivation, sich im westlichen Markt als zuverlässiges Werkzeug zu positionieren.
Fachleute warnen, dass fehlerhafter Code für Außenstehende weniger auffällig ist als etwa versteckte Hintertüren, aber denselben Effekt haben kann: Systeme bleiben angreifbar und bieten Hackern eine einfache Angriffsfläche. DeepSeek selbst hat auf die Vorwürfe bislang nicht reagiert.
Siehe auch:
Nicht nach Tibet fragen
Ein aktueller Bericht zeigt, dass DeepSeek Programmierern teils fehlerhaften oder unsicheren Code liefert - insbesondere dann, wenn die Nutzung mit politisch sensiblen Gruppen oder Regionen in Verbindung gebracht wird. Die Sicherheitsfirma CrowdStrike aus den USA untersuchte die Reaktionen der KI auf tausende nahezu identische Anfragen und stellte dabei teils deutliche Unterschiede fest, berichtet die Washington Post.Während DeepSeek in den meisten Fällen wie erwartet Programmierhilfe anbietet, treten gravierende Probleme auf, wenn im Auftragstext Organisationen wie die verbotene Glaubensbewegung Falun Gong oder politische Brennpunkte wie Tibet und Taiwan genannt werden. Besonders auffällig war die Reaktion auf Anfragen, die im Namen der Terrororganisation Islamischer Staat gestellt wurden: Hier waren mehr als 40 Prozent der Antworten mit gravierenden Schwachstellen versehen, und in 61 Prozent der Fälle verweigerte DeepSeek die Mitarbeit ganz. Bei Falun Gong lag die Quote der Ablehnungen bei 45 Prozent.
CrowdStrike sieht darin einen Hinweis, dass politische Vorgaben Einfluss auf die technische Funktionsweise der KI haben könnten. "Das ist eine interessante Beobachtung", sagte Helen Toner vom Center for Security and Emerging Technology an der Georgetown University. Bisher habe es kaum Belege für diese Art von Manipulation gegeben.
Die Untersuchung zeigt allerdings auch, dass DeepSeek bei Projekten mit US-Bezug vergleichsweise sauberen und sicheren Code produziert. Eine Erklärung könnte darin liegen, dass das Training der Software stark auf Datenmaterial aus amerikanischen Quellen basiert. Denkbar sei aber auch eine strategische Motivation, sich im westlichen Markt als zuverlässiges Werkzeug zu positionieren.
Ursache unklar
Unsicher bleibt, ob die KI bewusst fehlerhaften Code erzeugt, um unliebsame Gruppen zu schwächen, oder ob Schwächen im Trainingsmaterial die Ursache sind. So könnten beispielsweise öffentlich zugängliche Programmierprojekte aus Tibet qualitativ schlechter sein oder sogar gezielt manipuliert worden sein.Fachleute warnen, dass fehlerhafter Code für Außenstehende weniger auffällig ist als etwa versteckte Hintertüren, aber denselben Effekt haben kann: Systeme bleiben angreifbar und bieten Hackern eine einfache Angriffsfläche. DeepSeek selbst hat auf die Vorwürfe bislang nicht reagiert.
Zusammenfassung
- Chinesisches KI-Tool DeepSeek liefert bestimmten Nutzern fehlerhaften Code
- Bei politisch sensiblen Anfragen zu Tibet oder Taiwan treten Probleme auf
- Islamischer Staat erhielt in 40 Prozent der Fälle Code mit Schwachstellen
- US-Sicherheitsfirma CrowdStrike deckte Ungleichbehandlung bei Anfragen auf
- Bei US-bezogenen Projekten produziert die KI hingegen sauberen Code
- Ursache könnte Training mit manipulierten Daten oder strategische Absicht sein
- Fehlerhafter Code kann ähnlich gefährlich sein wie absichtliche Hintertüren
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema KI
- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- Super Bowl 2026: Base44 zeigt, wie KI jeden zum Programmierer macht
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- The Witcher: CD Projekt plant angeblich neues Multiplayer-Spiel
- Forscher bauen aus alten Handys erstaunlich leistungsstarke Server
- Xbox-Exodus: Chef von Microsofts Spielestudios geht
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen