Support-Ende: LibreOffice kommt Microsoft-Publisher-Nutzern zu Hilfe
Microsoft streicht den Support für Publisher und versperrt den normalen Zugriff auf alte Dateien. Taugen die von Microsoft empfohlenen Umwege über Word oder PDF wirklich? LibreOffice Draw bietet Anwendern einen Ausweg über das offene ODF-Format.
Unternehmen, Behörden und Schulen nutzten Publisher mehr als 30 Jahre lang für Newsletter, Kalender und Plakate. Microsoft empfiehlt, alte Dokumente in PDF oder zur weiteren Bearbeitung in DOCX umzuwandeln. Beide Verfahren haben Nachteile: PDF-Dateien sind nicht für nachträgliche Layoutänderungen ausgelegt. Bei der Umwandlung komplexer Publisher-Layouts in Word geht häufig die ursprüngliche Formatierung verloren.
Mit dieser Bibliothek kann LibreOffice Draw Publisher-Dateien öffnen und im offenen Standardformat ODF speichern. Nach Angaben der Document Foundation bietet das Programm den schnellsten Weg, kleinere Dokumente anzusehen und anzupassen. Für komplexe Projekte fehlen jedoch einige fortgeschrittene Funktionen, da Draw kein vollumfängliches Desktop-Publishing-Programm ist.
Für aufwendige Publikationen bietet sich das ebenfalls quelloffene Programm Scribus an. Es nutzt dieselbe Bibliothek zum Import von Publisher-Dateien, speichert die Ergebnisse jedoch nicht in einem standardisierten Format wie ODF. Die Document Foundation rät Dokumentenverantwortlichen in Behörden, Schulen und Vereinen, ihre Dateiformate auf proprietäre Bindungen zu prüfen und den Wechsel zu einem offenen Standardformat zu planen, solange sich die Dateien noch öffnen lassen.
Was haltet ihr vom Ende des Microsoft Publisher? Nutzt ihr bereits Alternativen wie LibreOffice? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
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Siehe auch:
- Microsoft beendet offiziell den Support für das Layout-Programm Publisher
- Mit LibreOffice Draw lassen sich alte PUB-Dateien öffnen und konvertieren
- Eine Umwandlung in Word führt bei komplexen Layouts oft zu Formatverlusten
- Die Softwarebibliothek libmspub entstand vollständig via Reverse Engineering
- Das quelloffene Programm Scribus eignet sich für anspruchsvollere Publikationen
- Experten empfehlen Organisationen den Umstieg auf offene Standardformate
Rettung für alte Dateien
Microsoft hat wie angekündigt den Support für Publisher, Office LTSC 2021 und Office 2021 zum Oktober-Patch-Day beendet. Nutzer mit einem aktuellen Microsoft-365-Abonnement können bestehende PUB-Dateien damit nicht mehr wie gewohnt öffnen. Die kostenlose Alternative LibreOffice Draw ermöglicht es, die Dateien weiterhin zu öffnen, zu bearbeiten und zu verwalten.Unternehmen, Behörden und Schulen nutzten Publisher mehr als 30 Jahre lang für Newsletter, Kalender und Plakate. Microsoft empfiehlt, alte Dokumente in PDF oder zur weiteren Bearbeitung in DOCX umzuwandeln. Beide Verfahren haben Nachteile: PDF-Dateien sind nicht für nachträgliche Layoutänderungen ausgelegt. Bei der Umwandlung komplexer Publisher-Layouts in Word geht häufig die ursprüngliche Formatierung verloren.
Offene Standards als Ausweg
Entwickler des Document Liberation Project haben das proprietäre PUB-Format durch Reverse Engineering erschlossen. Daraus entstand die Programmbibliothek libmspub, wie die Document Foundation in einem Blogbeitrag erläutert. Sie ermöglicht es, alte Dokumente unabhängig vom ursprünglichen Hersteller einzulesen.Mit dieser Bibliothek kann LibreOffice Draw Publisher-Dateien öffnen und im offenen Standardformat ODF speichern. Nach Angaben der Document Foundation bietet das Programm den schnellsten Weg, kleinere Dokumente anzusehen und anzupassen. Für komplexe Projekte fehlen jedoch einige fortgeschrittene Funktionen, da Draw kein vollumfängliches Desktop-Publishing-Programm ist.
Für aufwendige Publikationen bietet sich das ebenfalls quelloffene Programm Scribus an. Es nutzt dieselbe Bibliothek zum Import von Publisher-Dateien, speichert die Ergebnisse jedoch nicht in einem standardisierten Format wie ODF. Die Document Foundation rät Dokumentenverantwortlichen in Behörden, Schulen und Vereinen, ihre Dateiformate auf proprietäre Bindungen zu prüfen und den Wechsel zu einem offenen Standardformat zu planen, solange sich die Dateien noch öffnen lassen.
Was haltet ihr vom Ende des Microsoft Publisher? Nutzt ihr bereits Alternativen wie LibreOffice? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
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Wer kann PUB-Dateien nicht mehr öffnen?
Das Dateiformat lässt sich für Abonnenten von Microsoft 365 nicht mehr in der Publisher-App öffnen und bearbeiten.
Gleiches gilt für Nutzer der Kaufversionen Office 2021 und Office LTSC 2021. Microsoft hat die Unterstützung der Software für diese Versionen beendet.
Gleiches gilt für Nutzer der Kaufversionen Office 2021 und Office LTSC 2021. Microsoft hat die Unterstützung der Software für diese Versionen beendet.
Geht Microsofts PDF-Umwandlung noch?
Microsoft riet, Dokumente vor Ende September 2026 in der App über die Funktion Speichern unter als PDF zu sichern.
Da inzwischen Oktober ist, steht diese Option einem Bericht zufolge möglicherweise nicht mehr zur Verfügung.
Da inzwischen Oktober ist, steht diese Option einem Bericht zufolge möglicherweise nicht mehr zur Verfügung.
LibreOffice oder Scribus für Publisher?
LibreOffice Draw ist laut The Document Foundation der schnellste Weg für kleinere Dateien wie Newsletter. Ihr könnt diese öffnen, ansehen und im Standardformat ODF speichern.
Für aufwendige Publikationen empfiehlt sich Scribus, da Draw kein vollständiges Werkzeug für Desktop-Publishing ist. Scribus nutzt jedoch kein standardisiertes Dateiformat.
Für aufwendige Publikationen empfiehlt sich Scribus, da Draw kein vollständiges Werkzeug für Desktop-Publishing ist. Scribus nutzt jedoch kein standardisiertes Dateiformat.
Warum PUB-Dateien nicht in Word öffnen?
Microsoft schlägt vor, Publisher-Dateien für die weitere Bearbeitung in das Format DOCX umzuwandeln.
The Document Foundation betont jedoch, dass Word kein Programm für Seitenlayouts ist. Bei der Konvertierung von komplexen Dokumenten gehen daher die ursprünglichen Formatierungen verloren.
The Document Foundation betont jedoch, dass Word kein Programm für Seitenlayouts ist. Bei der Konvertierung von komplexen Dokumenten gehen daher die ursprünglichen Formatierungen verloren.
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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