Windows-Server-vNext-Update:
Vorabversion bringt neues Security-Tool

Wie lässt sich die Sicherheit des Windows-Server-LTSC-vNext schneller prüfen? Microsoft liefert in der Build 29683 das neue Werkzeug MSHardenedPolicyEval. Administratoren steuern damit komplexe Systemrichtlinien über eine zentrale Kommandozeile.
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  • Microsoft hat die Vorabversion Build 29683 für Windows Server vNext publiziert
  • Der Fokus des neuen Builds liegt auf deutlich gehärteten Sicherheitsvorgaben
  • Das Tool MSHardenedPolicyEval erleichtert die Überprüfung von Richtlinien
  • Die Sicherheitsvorgaben lassen sich zentral prüfen, anwenden oder zurücksetzen
  • Ein Fehler beim hybriden TLS-Schlüsselaustausch führt zu LSASS-Abstürzen
  • Upgrades von Systemen vor Build 29531 werden in der neuen Version blockiert

Fokus auf gehärtete Sicherheit

Am Montag veröffentlichte der Entwickler Build 29683 als neue Vorabversion von Windows-Server-LTSC-vNext für Insider. Sie bietet die Installationsoptionen Desktop Experience und Server Core für die Standard- und Datacenter-Editionen. Im Mittelpunkt stehen gehärtete Sicherheitseinstellungen, die den Schutz der Systeme verbessern sollen.

Ein neues Kommandozeilenwerkzeug soll Administratoren die Prüfung und Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien erleichtern. Statt mehrere Werkzeuge zu kombinieren, können sie damit zentral prüfen, in welchen Bereichen ein Server die strengeren Vorgaben erfüllt.


Wie Microsoft mitteilt, heißt das Werkzeug MSHardenedPolicyEval. Es vergleicht die Systemkonfiguration mit einem Richtlinienkatalog. Dieser umfasst unter anderem die Registrierung, Rechte der lokalen Sicherheitsinstanz LSA, Überwachungsunterkategorien und SAM-Einstellungen.

Das Programm bewertet einzelne Gruppen und die Sicherheitshärtung insgesamt. Die Ergebnisse können im Windows-Ereignisprotokoll oder über TraceLogging ausgegeben und von Überwachungssystemen erfasst werden. Das Werkzeug kann die strengeren Vorgaben auch anwenden oder auf die Standardwerte von Windows Server 2025 zurücksetzen. Da alle drei Funktionen dieselben Richtlinientabellen nutzen, stimmen geprüfte und angewendete Richtlinien laut Microsoft überein.

Ohne Argumente prüft das Werkzeug die Konfiguration, ohne sie zu verändern. Folgende Parameter stehen zur Verfügung:
  • -v zeigt detaillierte Ergebnisse pro Gruppe an
  • -ap wendet die gehärteten Werte an
  • -rp setzt das System auf die nicht gehärteten Werte zurück
  • -l speichert die Ausgabe in einer Protokolldatei

Bekannte Fehler und Abstürze

Die Vorabversion enthält bekannte Fehler. Ein Problem beim hybriden TLS-Schlüsselaustausch kann den für die Authentifizierung zuständigen Dienst LSASS zum Absturz bringen. Tester sollen betroffene hybride Post-Quanten-Gruppen wie X25519MLKEM768 vorerst deaktivieren.

Upgrades von Versionen vor Build 29531 werden nicht unterstützt. Das Installationsprogramm blockiert solche Versuche aber nicht immer. Bei virtuellen Maschinen kann das Upgrade jedoch fehlschlagen oder den anschließenden Start verhindern. Vorausgesetzt wird daher eine saubere Neuinstallation ab Build 29531, die seit Februar 2026 als Basis dient.

Während des Downloads kann die Update-Bezeichnung fälschlicherweise auf Windows 11 verweisen. Ausgeliefert wird dennoch die richtige Version von Windows Server vNext. Die Vorabversion ist für Tests vorgesehen und bis zum 15. Oktober 2027 lauffähig.

Nutzt ihr Windows-Server-Vorabversionen in euren Testumgebungen oder wartet ihr auf die finale LTSC-Fassung? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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