Sympathieträger unter sich:
Bobby Kotick stößt zum Skydance-Vorstand

Der ehemalige Activision-Chef Bobby Kotick kehrt in die Unterhaltungsbranche zurück. Nach der Milliarden-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount zieht der Manager in den Verwaltungsrat des neu geformten Medienkonzerns Skydance ein.
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  • Ex-Activision-Chef Bobby Kotick zieht in Skydances Verwaltungsrat ein
  • Zuvor schloss Paramount die Übernahme von Warner Bros. Discovery ab
  • Skydance übernimmt damit bekannte Unterhaltungs- und Gaming-Marken
  • Die Leitung der fusionierten Videospielabteilung übernimmt Tony Driscoll
  • Neben Kotick tritt auch Investorin Laurene Powell Jobs dem Gremium bei
  • Frühere Klagen gegen Activision wurden kurz vor Koticks Weggang beigelegt

Rückkehr in die Medienbranche

Der ehemalige Activision-Chef Bobby Kotick zieht in den Verwaltungsrat von Skydance ein, wie das neu geformte Unternehmen in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht bekanntgab. Zuvor wurde die Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery durch Paramount formell abgeschlossen. Der Zusammenschluss hat ein finanzielles Volumen von 110 Milliarden Dollar (etwa 98 Milliarden Euro). Kotick fungiert in dem Kontrollgremium künftig als unabhängiger Direktor.

Mit der Fusion übernimmt Skydance die Kontrolle über zahlreiche bekannte Unterhaltungsmarken wie Harry Potter, Batman, Game of Thrones, Mission: Impossible und SpongeBob Schwammkopf. Auch der Gaming-Sektor spielt eine wichtige Rolle. Die Entwicklerstudios von Warner Bros. und Paramount werden zusammengelegt. Zu den übernommenen Studios zählen unter anderem Avalanche Software, NetherRealm Studios und Rocksteady Studios.


Trotz seiner 32-jährigen Erfahrung in der Spielebranche ist für Kotick bislang keine direkte Managementposition in der neuen Videospielabteilung angekündigt. Die zusammengelegte Sparte soll stattdessen von Tony Driscoll geleitet werden. Wie The Hollywood Reporter berichtet, lobte Skydance-CEO David Ellison die Führungsqualitäten des neuen Verwaltungsratsmitglieds dennoch ausdrücklich.

Lob für den Ex-Activision-Chef

Kotick hat über drei Jahrzehnte ein globales Unterhaltungsunternehmen geleitet und bringt laut Ellison große Erfahrung beim Aufbau langlebiger Marken mit. Seine strategische Entschlossenheit gepaart mit disziplinierter Kapitalverteilung passe genau zu den Anforderungen des fusionierten Konzerns, so der CEO. Neben Kotick zieht auch die Investorin Laurene Powell Jobs in den 13-köpfigen Verwaltungsrat ein. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair wird dem Unternehmen als Berater zur Seite stehen.

Kotick hatte die Videospielbranche Ende 2023 verlassen, nachdem der Softwarekonzern Microsoft den Publisher Activision für 69 Milliarden Dollar (etwa 61 Milliarden Euro) übernommen hatte. Die lange Amtszeit des Managers bei Activision war jedoch alles andere als frei von Konflikten. Im Jahr 2021 sah sich das Unternehmen mit einer Klage der kalifornischen Bürgerrechtsbehörde wegen mutmaßlicher Diskriminierung und ungleicher Bezahlung konfrontiert.

Kontroverse Vergangenheit

Der Rechtsstreit wurde kurz vor Koticks Weggang im Dezember 2023 beigelegt. Activision zahlte 54 Millionen Dollar (etwa 48 Millionen Euro) zur Beilegung der Vorwürfe zu ungleicher Bezahlung sowie weitere 47 Millionen Dollar (etwa 42 Millionen Euro) wegen der Vorwürfe der Geschlechterdiskriminierung. Im Zuge der Einigung ließ die Behörde die Vorwürfe der systemischen sexuellen Belästigung fallen.

Sie hielt fest, dass keine unabhängige Untersuchung belegt habe, dass Kotick im Umgang mit Fehlverhalten am Arbeitsplatz unangemessen gehandelt hätte. Zuvor zahlte Activision zudem 35 Millionen Dollar (etwa 31 Millionen Euro), um eine Beschwerde der US-Börsenaufsicht SEC beizulegen. Dabei wurde vertraglich keine Schuld eingestanden.

Was haltet ihr von Bobby Koticks Rückkehr in die Branche? Glaubt ihr, dass er großen Einfluss auf die Gaming-Sparte von Skydance nehmen wird? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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