Zelda: Link's Awakening erhält "dank" KI nativen Fan-Port für PC

Das Switch-Fanprojekt The Legend of Zelda: Link's Awakening wurde nativ für Windows, MacOS und Linux portiert. Das Projekt nutzt statische Rekompilierung und bietet neue Funktionen, wird aber aufgrund des starken KI-Einsatzes kritisiert.
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Peiikai
  • Ein Switch-Remake von Zelda wurde erstmals nativ auf den PC portiert
  • Die Rekompilierung LASRecomp läuft unter Windows, MacOS sowie Linux
  • Im Vergleich zum Original gibt es Ultrawide-Support und neue Modi
  • Der Entwickler nutzte für die Umsetzung fast nur Anthropics Claude
  • Für die Nutzung des Fan-Ports ist eine eigene Spielkopie erforderlich
  • Wegen Nintendos restriktiver Haltung drohen rechtliche Schritte

Erster nativer Switch-Port für den PC

Einem Entwickler ist es gelungen, das 2019 erschienene Nintendo-Switch-Remake von The Legend of Zelda: Link's Awakening nativ auf den PC zu bringen. Das Projekt mit dem Namen LASRecomp ist für Windows, MacOS und Linux verfügbar. Es markiert das erste Mal, dass ein Switch-Spiel per statischer Rekompilierung für heimische Rechner umgesetzt wurde.

Im Gegensatz zu Emulatoren, die die Hardware der Switch nachbilden, läuft der Code bei dem Verfahren direkt auf dem jeweiligen Betriebssystem. Erste Eindrücke von Spielern fallen Berichten zufolge überwiegend positiv aus. Auf Apple-Rechnern kommt zudem der Upscaler MetalFX zum Einsatz, sodass laut Projektbeschreibung selbst ein MacBook Air den Titel mit den richtigen Einstellungen problemlos bewältigen soll. Unter Windows ist derzeit nur eine bilineare Skalierung verfügbar, zudem lässt sich die interne Auflösung stufenweise oder dynamisch anpassen.


Zahlreiche neue Funktionen integriert

Die PC-Version beinhaltet verschiedene Anpassungen, die das Spielerlebnis gegenüber dem Original verändern. Dazu gehören:
  • Unterstützung für breitere Bildschirme bis hin zu Ultrawide-Formaten
  • Ein Randomizer-Modus, der Gegenstände, Musik, Dungeons und die Spielwelt mischt
  • Frei belegbare Tasten für Tastatur und Controller
  • Dynamische Tastenanzeigen für Xbox- und PlayStation-Gamepads
  • Entfernung des Unschärfe-Effekts und eine optionale 360-Grad-Steuerung

Die Entstehungsgeschichte des Ports sorgt jedoch für Diskussionen und vielfach auch Kritik. Wie GamesRadar unter einen Reddit-Post von Entwickler Peiikai berichtet, entstand der Port fast ausschließlich mit KI-Hilfe. Laut Projektbeschreibung stammt nahezu der gesamte Code von Anthropics Claude. Peiikai erklärte, dass ein solches Projekt seine eigenen Fähigkeiten bei Weitem übersteige und ohne maschinelle Hilfe nicht realisierbar gewesen wäre. Er habe die KI lediglich angeleitet und die Ergebnisse getestet.

Rechtliche Grauzone und Alternativen

Um den Port spielen zu können, müssen Nutzer eine Kopie ihres Switch-Spiels verwenden. Standardmäßig nutzt der Port übrigens Ersatzschriften - wer die originalen Switch-Schriftarten verwenden will, muss sie als geistiges Eigentum von Nintendo von der eigenen Hardware beziehen. Trotz der Vorkehrungen ist es sehr wahrscheinlich, dass Nintendo rechtlich gegen das Projekt vorgeht, da das Unternehmen in der Vergangenheit regelmäßig rechtliche Schritte gegen Fanprojekte und Emulatoren eingeleitet hat.

Wer den starken KI-Einsatz bei Software-Projekten ablehnt, findet in der Szene alternative Möglichkeiten. So existiert mit Link's Awakening DX HD bereits seit fast drei Jahren eine von Menschenhand programmierte, hochauflösende PC-Portierung der alten Game-Boy-Color-Version, die weiterhin Updates erhält.

Wie steht ihr zu komplett von KI geschriebenen Spiele-Ports? Nutzt ihr solche Fan-Projekte oder wartet ihr lieber auf offizielle PC-Versionen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren.

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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