Microsoft Defender: Frischer Zero-Day-Exploit umgeht neuesten Patch
Nur einen Tag nach Microsofts September-Patchday ist eine neue Zero-Day-Lücke in Microsoft Defender öffentlich geworden. Der unter dem Namen Nightmare Eclipse auftretende Sicherheitsforscher hat mit "ShieldCrash" einen neuen Exploit veröffentlicht.
ShieldCrash soll die erst kurz zuvor geschlossene Sicherheitslücke namens ShieldBreak (CVE-2026-69414) erneut ausnutzbar machen. Microsoft hatte ShieldBreak mit einem Sicherheitsupdate am Donnerstag behoben. Die Schwachstelle wiederum war ein Umgehungsweg für die bereits im Juni bekannt gewordene Defender-Lücke RoguePlanet, die Microsoft im Juli geschlossen hatte.
Nach Angaben des Sicherheitsforschers ermöglicht der neue Exploit unter bestimmten Voraussetzungen das Ausführen von Aktionen mit SYSTEM-Rechten. Der veröffentlichte Code beschränkt sich allerdings zunächst auf das beliebige Auslesen von Dateien mit den höchsten Systemrechten. Ein vollständiger Zugriff auf das betroffene System, insbesondere Schreibzugriff, sei mit dem Beispiel-Code derzeit nicht möglich. Der Forscher bezeichnet die Veröffentlichung deshalb selbst als eine Art Grundgerüst und stellt eine Weiterentwicklung zu einem vollständigen SYSTEM-Exploit in Aussicht.
Nightmare Eclipse wirft Microsoft vor, ShieldBreak nicht vollständig beseitigt zu haben. Zwar habe das Unternehmen mehrere Maßnahmen eingebaut, um eine erneute Ausnutzung des ursprünglichen Fehlers zu verhindern. Eine bestimmte Stelle sei dabei jedoch übersehen worden, sodass sich das zugrunde liegende Problem unter bestimmten Bedingungen weiterhin auslösen lasse.
Microsoft hat einige dieser Lücken inzwischen geschlossen, darunter ShieldBreak, RoguePlanet, YellowKey, GreenPlasma und MiniPlasma. Für mehrere andere von Nightmare Eclipse veröffentlichte Schwachstellen gibt es hingegen weiterhin keinen offiziellen Patch. Microsoft hatte im Zuge des Konflikts außerdem rechtliche Schritte gegen Personen angekündigt, die durch "böswillige Aktivitäten" einen tatsächlichen Schaden für Kunden verursachen.
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Unzureichende Fehlerkorrektur
Der Proof-of-Concept-Code setzt genau an der Stelle an, die vom jüngsten Patch geflickt wurde. Ein Angriff mit dem Exploit soll also auch auf vollständig aktualisierten Windows-Systemen funktionieren. Betroffen sein sollen Windows 10, Windows 11 und Windows Server, hieß es.ShieldCrash soll die erst kurz zuvor geschlossene Sicherheitslücke namens ShieldBreak (CVE-2026-69414) erneut ausnutzbar machen. Microsoft hatte ShieldBreak mit einem Sicherheitsupdate am Donnerstag behoben. Die Schwachstelle wiederum war ein Umgehungsweg für die bereits im Juni bekannt gewordene Defender-Lücke RoguePlanet, die Microsoft im Juli geschlossen hatte.
Nach Angaben des Sicherheitsforschers ermöglicht der neue Exploit unter bestimmten Voraussetzungen das Ausführen von Aktionen mit SYSTEM-Rechten. Der veröffentlichte Code beschränkt sich allerdings zunächst auf das beliebige Auslesen von Dateien mit den höchsten Systemrechten. Ein vollständiger Zugriff auf das betroffene System, insbesondere Schreibzugriff, sei mit dem Beispiel-Code derzeit nicht möglich. Der Forscher bezeichnet die Veröffentlichung deshalb selbst als eine Art Grundgerüst und stellt eine Weiterentwicklung zu einem vollständigen SYSTEM-Exploit in Aussicht.
Nightmare Eclipse wirft Microsoft vor, ShieldBreak nicht vollständig beseitigt zu haben. Zwar habe das Unternehmen mehrere Maßnahmen eingebaut, um eine erneute Ausnutzung des ursprünglichen Fehlers zu verhindern. Eine bestimmte Stelle sei dabei jedoch übersehen worden, sodass sich das zugrunde liegende Problem unter bestimmten Bedingungen weiterhin auslösen lasse.
Anhaltender Kleinkrieg
Die Veröffentlichung ist zudem Teil eines seit Monaten andauernden Konflikts zwischen dem anonymen Forscher und Microsoft. Nightmare Eclipse hat seit April zahlreiche Zero-Day-Schwachstellen direkt im Netz veröffentlicht, die unter anderem Defender, BitLocker und weitere Windows-Komponenten betreffen. Dazu zählen neben RoguePlanet und ShieldBreak auch LegacyHive, BlueHammer, RedSun, YellowKey, GreenPlasma, MiniPlasma und UnDefend.Microsoft hat einige dieser Lücken inzwischen geschlossen, darunter ShieldBreak, RoguePlanet, YellowKey, GreenPlasma und MiniPlasma. Für mehrere andere von Nightmare Eclipse veröffentlichte Schwachstellen gibt es hingegen weiterhin keinen offiziellen Patch. Microsoft hatte im Zuge des Konflikts außerdem rechtliche Schritte gegen Personen angekündigt, die durch "böswillige Aktivitäten" einen tatsächlichen Schaden für Kunden verursachen.
Zusammenfassung
- Ein neuer Zero-Day-Exploit für Microsoft Defender wurde publiziert
- Der Exploit namens ShieldCrash hebelt den jüngsten Patch wieder aus
- Betroffen von dem neuen Problem sind Windows 10, 11 sowie der Server
- Angreifer können beliebige Dateien mit höchsten SYSTEM-Rechten lesen
- Forscher Nightmare Eclipse steht seit Monaten im Streit mit Microsoft
- Microsoft kündigt juristische Schritte gegen böswillige Akteure an
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