Jetzt NRW: Weiteres Umspannwerk sabotiert, Kraftwerke abgeschaltet
Kurz nach dem Anschlag auf ein Umspannwerk in Brandenburg kam es nun auch bei einer Anlage in Nordrhein-Westfalen zu einer Störung. Auch hier geht die Polizei nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer Straftat aus.
Von dem Vorfall waren nach Angaben des Betreibers Amprion Leitungen betroffen, die der Kraftwerkszuleitung dienten. Dadurch wurden letztlich weitergehende Ausfälle bei Anlagen von RWE Power ausgelöst. Auswirkungen auf die öffentliche Stromversorgung hatte dies allerdings nicht, die Systemstabilität sei immer gewährleistet gewesen.
Andere Anlagen mussten dafür allerdings einen größeren Ausfall auf der Erzeugerseite kompensieren. RWE teilte mit, dass infolge der Störung in dem Umspannwerk ganze fünf Blöcke von zwei Kohlekraftwerken in der Region vom Netz genommen werden mussten. Diese hätten zum fraglichen Zeitpunkt gerade 3000 Megawatt ins Stromnetz eingespeist.
Weder von den Betreibern noch von den Behörden gibt es derzeit einen Verdacht hinsichtlich der möglichen Hintergründe. Ob es einen Zusammenhang mit dem nur wenige Stunden zuvor erfolgten Angriff auf das Umspannwerk in Brandenburg gibt, ist bislang völlig offen. Angesichts der zeitlichen Nähe beider Taten besteht aber durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
Siehe auch:
- Sabotageverdacht nach einem Vorfall am Umspannwerk Bergheim nahe Köln
- Ein Kurzschluss führte zum Ausfall von mehreren wichtigen Leitungen
- Die öffentliche Stromversorgung war laut Betreiber nicht gefährdet
- Fünf regionale Kohlekraftwerksblöcke mussten vom Netz genommen werden
- Die Polizei Essen ermittelt nun wegen einer vorsätzlichen Straftat
- Ein Zusammenhang mit dem jüngsten Anschlag in Brandenburg wird geprüft
Kein technischer Defekt
Getroffen hat es hier das Umspannwerk in Bergheim in der Nähe Kölns, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Alarmiert wurden die Sicherheitskräfte demnach am gestrigen Abend, nachdem es durch einen Kurzschluss zu einem Ausfall mehrerer Leitungen gekommen war.Von dem Vorfall waren nach Angaben des Betreibers Amprion Leitungen betroffen, die der Kraftwerkszuleitung dienten. Dadurch wurden letztlich weitergehende Ausfälle bei Anlagen von RWE Power ausgelöst. Auswirkungen auf die öffentliche Stromversorgung hatte dies allerdings nicht, die Systemstabilität sei immer gewährleistet gewesen.
Andere Anlagen mussten dafür allerdings einen größeren Ausfall auf der Erzeugerseite kompensieren. RWE teilte mit, dass infolge der Störung in dem Umspannwerk ganze fünf Blöcke von zwei Kohlekraftwerken in der Region vom Netz genommen werden mussten. Diese hätten zum fraglichen Zeitpunkt gerade 3000 Megawatt ins Stromnetz eingespeist.
Ermittlungen angelaufen
Bei Amprion arbeitet man jetzt mit der Polizei Essen an der Aufklärung zusammen. Letztere hat die Ermittlungen übernommen, weil bei ihr bereits Fachleute für Ermittlungslagen dieser Art zu finden sind. Das Ziel bestehe natürlich darin, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären und auch die von ihm ausgehenden Auswirkungen zu bewerten, hieß es.Weder von den Betreibern noch von den Behörden gibt es derzeit einen Verdacht hinsichtlich der möglichen Hintergründe. Ob es einen Zusammenhang mit dem nur wenige Stunden zuvor erfolgten Angriff auf das Umspannwerk in Brandenburg gibt, ist bislang völlig offen. Angesichts der zeitlichen Nähe beider Taten besteht aber durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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