Grand Theft Auto 6: Take-Two intensiviert Jagd auf GTA-6-Leaker

Der Publisher Take-Two verschärft die juristische Jagd auf die Verantwortlichen hinter den jüngsten Leaks zu Grand Theft Auto 6. Mit einer neuen, geheimen Vorladung an den Chatdienst Discord soll eine Warnung an die Täter verhindert werden.
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WinFuture/KI-generiert

    Fahndung nach Leakern geht weiter

    Das Entwicklerstudio Rockstar Games und der Mutterkonzern Take-Two Interactive intensivieren die juristische Jagd auf die Person oder Personen, die vorzeitig Material von Grand Theft Auto 6 veröffentlicht haben. Vor US-Bundesgerichten nutzt das Unternehmen derzeit das Instrument der Digital Millennium Copyright Act (DMCA)-Vorladung, um an die Identitäten der Täter zu gelangen.

    Wie GTA-Fans kaum entgangen sein dürfte, ereignete sich der Vorfall wenige Tage vor der offiziellen Präsentation des Spiels durch Netflix. Ein Nutzer unter dem Pseudonym Cyberleek verbreitete Gameplay-Szenen, die sich rasend schnell über soziale Netzwerke verteilten. Take-Two reagierte umgehend mit (weitgehend wirkungslosen) Löschanfragen und Auskunftsersuchen an Betreiber wie Discord, X und Microsoft.

    Grand Theft Auto VI: Der "Extended Look" auf GTA 6 inkl. Gameplay

    Der Vorteil des juristischen Vorgehens liegt in der Geschwindigkeit, da Rechteinhaber Daten abfragen können, ohne direkt eine Klage einzureichen. Ein Risiko ist jedoch, dass bei zu breit formulierten Anfragen unbeteiligte Nutzer ins Visier der Ermittler geraten. Genau das passierte beim ersten Versuch, der sich gegen komplette Server-Gemeinschaften richtete.

    Neue Strategie bei Discord

    Ein zweiter Antrag zielt nun präziser auf einzelne Personen ab. Wie TorrentFreak schreibt, fordert Take-Two das zuständige Gericht in New York auf, die neuen Dokumente unter Verschluss zu halten. Der Entwickler habe einen weiteren Discord-Nutzer identifiziert und zusätzliche Daten zu einer bereits bekannten Person gesammelt.


    Die Geheimhaltung soll verhindern, dass die mutmaßlichen Urheberrechtsverletzer frühzeitig gewarnt werden. Eine öffentliche Bekanntmachung berge das erhebliche Risiko, dass die Täter digitale Beweise vernichten, Serverprotokolle löschen oder ihre Spuren anderweitig verschleiern. Die Ermittlungen entwickeln sich laut den eingereichten Gerichtsakten rasant weiter.

    Aus genau dem Grund hat das Unternehmen eine zuvor gestellte Anfrage an Google bezüglich mehrerer YouTube-Kanäle wieder zurückgezogen. Die dort geforderten Daten seien für die aktuelle Untersuchung nicht mehr erforderlich, da sich der Fokus verschoben hat. Take-Two behält sich jedoch das Recht vor, zu einem späteren Zeitpunkt erneut Informationen von der Videoplattform anzufordern.

    Ein Bundesrichter muss den neuen, geheimen Anträgen gegen Discord noch offiziell zustimmen, bevor die Chat-Plattform zur Herausgabe der sensiblen Nutzerdaten gezwungen wird. Bis zur gerichtlichen Entscheidung bleiben die exakten Zielpersonen für die Öffentlichkeit unbekannt.

    Versteht ihr das harte Durchgreifen des Publishers oder gehen die weitreichenden Datenabfragen zu weit? Schreibt uns eure Meinung dazu in die Kommentare!

    Zusammenfassung
    • Take-Two und Rockstar Games jagen die Leaker von GTA 6 gerichtlich
    • Der Publisher nutzt DMCA-Vorladungen, um an Nutzerdaten zu gelangen
    • Neue Anträge gegen Discord-Nutzer sollen unter Verschluss bleiben
    • Die Geheimhaltung soll das Löschen von Beweisen durch Täter verhindern
    • Eine zuvor gestellte Datenabfrage an Google wurde nun zurückgezogen
    • Ein Bundesrichter muss den neuen Anträgen für Discord noch zustimmen

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