Vorsicht vor angeblicher GTA-6-Demo für den PC:
Es ist "nur" Malware
Fans erhoffen sich durch dubiose Vorabversionen einen frühen Blick auf GTA 6. Statt des Blockbusters landet jedoch der Vidar-Infostealer auf der Festplatte. Dieser greift im Hintergrund sensible Browser-Daten ab und räumt Krypto-Wallets leer.
Die Schadsoftware hat es auf Passwörter, Cookies und Sitzungsdaten aus 19 verschiedenen Browsern abgesehen. Darunter befinden sich Programme wie Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge. Das Ziel der Kriminellen ist es, weitreichenden Zugriff auf E-Mail-Konten, Netzwerke oder Gaming-Profile zu erlangen. Zudem suchen die Täter gezielt nach digitalen Krypto-Geldbörsen auf dem System.
Wenn Angreifer gültige Sitzungstoken stehlen, können sie sich bei fremden Diensten anmelden, ohne dass eine eingerichtete Zwei-Faktor-Authentifizierung greift. Der Schädling nistet sich zudem nicht dauerhaft im Windows-Betriebssystem ein. Da keine sichtbaren Fenster erscheinen, bleibt eine Infektion meist unbemerkt. Weil die Hacker aktive Logins übernehmen, reicht ein bloßer Passwortwechsel nach einem Befall oft nicht mehr aus.
Ein technisches Detail entlarvt den aktuellen Betrug sofort, zumindest dann, wenn man etwas genauer hinsieht. Die heruntergeladene Datei ist nämlich lediglich knapp über ein Megabyte groß. Ein modernes Videospiel benötigt jedoch ein Vielfaches an Speicherplatz, oft über 100 Gigabyte. Wer die Datei dennoch ausgeführt hat, sollte umgehend alle aktiven Browser-Sitzungen widerrufen. Zudem müssen Betroffene unbekannte Geräte abmelden und sämtliche Zugangsdaten umfassend erneuern.
Seid ihr schon einmal auf gefälschte Downloads hereingefallen? Wie schützt ihr eure Daten bei solchen Gaming-Hypes? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Cyberkriminelle nutzen den Hype um GTA 6 für eine Malware-Kampagne
- Eine angebliche Spiele-Demo verteilt stattdessen den Vidar-Infostealer
- Die Schadsoftware stiehlt gezielt Passwörter und Cookies aus 19 Browsern
- Durch gestohlene Sitzungstoken wird die Zwei-Faktor-Sperre umgangen
- Die nur ein Megabyte große Installationsdatei entlarvt den Betrug
- Betroffene sollten alle aktiven Browser-Sitzungen umgehend beenden
Gefälschte GTA-6-Demo stiehlt Daten
Cyberkriminelle verbreiten aktuell über echt wirkende Webseiten eine angebliche Demo-Version des noch nicht veröffentlichten, aber als spielbare Fassung geleakten GTA 6. Anstelle des erwarteten Titels laden Nutzer jedoch lediglich die Datei gta6installer.exe auf ihren Rechner herunter. Bei dem Programm handelt es sich um den bekannten Vidar-Infostealer. Die Angreifer nutzen die Vorfreude auf das für November 2026 angekündigte Spiel und die Schlagzeilen um die jüngsten Video-Leaks also gezielt aus.Die Schadsoftware hat es auf Passwörter, Cookies und Sitzungsdaten aus 19 verschiedenen Browsern abgesehen. Darunter befinden sich Programme wie Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge. Das Ziel der Kriminellen ist es, weitreichenden Zugriff auf E-Mail-Konten, Netzwerke oder Gaming-Profile zu erlangen. Zudem suchen die Täter gezielt nach digitalen Krypto-Geldbörsen auf dem System.
Browser-Schutzfunktionen umgangen
Sicherheitsforscher von Malwarebytes erklären detailliert, wie der Angriff abläuft. Der Schädling startet legitime Browser im Hintergrund, um lokale Verschlüsselungen zu umgehen. Die bösartige Software greift auf temporäre Datenverzeichnisse zu, liest unverschlüsselte Informationen aus und löscht ihre Spuren anschließend wieder. Das Vorgehen birgt ein immenses Risiko für die betroffenen Endanwender.Wenn Angreifer gültige Sitzungstoken stehlen, können sie sich bei fremden Diensten anmelden, ohne dass eine eingerichtete Zwei-Faktor-Authentifizierung greift. Der Schädling nistet sich zudem nicht dauerhaft im Windows-Betriebssystem ein. Da keine sichtbaren Fenster erscheinen, bleibt eine Infektion meist unbemerkt. Weil die Hacker aktive Logins übernehmen, reicht ein bloßer Passwortwechsel nach einem Befall oft nicht mehr aus.
Gefahr durch inoffizielle Downloads
Die Betrüger kopieren für ihre illegale Kampagne offizielle Werbematerialien von Rockstar Games. Sie nutzen die Aufmerksamkeit rund um eine für Ende August angekündigte Videopräsentation auf Netflix sowie kürzlich aufgetauchte Leaks gekonnt aus. Doch natürlich existiert keine offizielle, spielbare Vorabversion, schon gar nicht für den PC. Solche Angebote sind also prinzipiell immer Fälschungen.Ein technisches Detail entlarvt den aktuellen Betrug sofort, zumindest dann, wenn man etwas genauer hinsieht. Die heruntergeladene Datei ist nämlich lediglich knapp über ein Megabyte groß. Ein modernes Videospiel benötigt jedoch ein Vielfaches an Speicherplatz, oft über 100 Gigabyte. Wer die Datei dennoch ausgeführt hat, sollte umgehend alle aktiven Browser-Sitzungen widerrufen. Zudem müssen Betroffene unbekannte Geräte abmelden und sämtliche Zugangsdaten umfassend erneuern.
Seid ihr schon einmal auf gefälschte Downloads hereingefallen? Wie schützt ihr eure Daten bei solchen Gaming-Hypes? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- GTA-6-Leaker ruft Fans auf, Entwickler im echten Leben zu belästigen
- GTA-6-Leak: Take-Two-Aktie crasht - ca. 3 Mrd. $ Verlust an einem Tag
- GTA-6-Leaks: Take-Two geht mit Vorladungen auf Hacker-Jagd
- Grand Theft Auto 6: US Army bietet Sonderurlaub für GTA-6-Release
- Video-Leaks zu GTA 6: Hacker besitzen offenbar eine spielbare Version
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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