Amazon verballert per KI 1,8 Millionen Dollar für banale Coding-Aufgabe
Amazon kämpft bei internen KI-Projekten mit extremen Kostenüberschreitungen. Ein Werkzeug auf Basis von Claude Sonnet überzog das Budget wegen der Token-Abrechnung um 860 Prozent. Das Management bemerkte den Fehler erst nach fünf Monaten.
Das Projekt verschlang rund 1,8 Millionen Dollar (etwa 1,57 Millionen Euro) und überzog das ursprünglich geplante Budget damit um sagenhafte 860 Prozent. Das System wurde nie veröffentlicht, und das Management bemerkte die finanzielle Fehlkalkulation erst nach fünf Monaten. Zusammen mit zwei weiteren aus dem Ruder gelaufenen Projekten in der Logistik und der Finanzprüfung belaufen sich die ungeplanten Ausgaben auf etwa 2,5 Millionen Dollar (etwa 2,18 Millionen Euro).
Wie die Financial Times berichtet, liegt die Ursache für die Explosion der Ausgaben in den veränderten Preismodellen der KI-Anbieter. Viele Unternehmen rechnen nicht mehr über monatliche Pauschalen ab, sondern nutzen eine Token-basierte Abrechnung. Ein Token entspricht dabei einer verarbeiteten Texteinheit.
Die Kostenüberschreitungen sind nicht die ersten Hürden bei der KI-Einführung. Bereits Ende 2025 verursachte der interne KI-Programmierassistent Kiro einen 13-stündigen Ausfall bei Amazon Web Services in China. Der Agent hatte eine Arbeitsumgebung eigenständig gelöscht.
Experten raten, dass Unternehmen strenge Budgetgrenzen und automatische Warnungen bei hohem Token-Verbrauch etablieren müssen, um solche Vorfälle und unnötige Ausgaben künftig zu vermeiden. Zudem benötigen KI-Systeme eingeschränkte Zugriffsrechte auf kritische Infrastruktur. Ebenso wichtig ist der Verzicht auf interne Ranglisten, die Mitarbeiter zur sinnlosen KI-Nutzung animieren.
Genau eine solche Rangliste namens KiroRank hatte Amazon zuvor eingeführt. Das Ziel war es, die Entwickler zur regelmäßigen Nutzung von KI-Werkzeugen zu motivieren. Das führte jedoch zum sogenannten Tokenmaxxing. Mitarbeiter wiesen den KI-Agenten unnötige Aufgaben zu, um in der Rangliste aufzusteigen, was die Kosten weiter in die Höhe trieb. Das Unternehmen hat KiroRank inzwischen wieder abgeschafft.
Wie bewertet ihr die Herausforderungen bei der Integration von KI in bestehende Arbeitsprozesse? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Amazons KI-Projekte sprengen Budgets
Der US-Handelsriese Amazon kämpft bei der internen Integration von Künstlicher Intelligenz mit massiven Kostenüberschreitungen. Ende Juli 2026 informierten leitende Entwickler ihre Kollegen über mehrere Projekte, bei denen die Ausgaben völlig außer Kontrolle geraten seien. Das größte Problem verursachte ein internes Werkzeug, das auf dem Sprachmodell Claude Sonnet von Anthropic basiert. Es sollte automatisch Autorendaten mit Produktlisten abgleichen.Das Projekt verschlang rund 1,8 Millionen Dollar (etwa 1,57 Millionen Euro) und überzog das ursprünglich geplante Budget damit um sagenhafte 860 Prozent. Das System wurde nie veröffentlicht, und das Management bemerkte die finanzielle Fehlkalkulation erst nach fünf Monaten. Zusammen mit zwei weiteren aus dem Ruder gelaufenen Projekten in der Logistik und der Finanzprüfung belaufen sich die ungeplanten Ausgaben auf etwa 2,5 Millionen Dollar (etwa 2,18 Millionen Euro).
Wie die Financial Times berichtet, liegt die Ursache für die Explosion der Ausgaben in den veränderten Preismodellen der KI-Anbieter. Viele Unternehmen rechnen nicht mehr über monatliche Pauschalen ab, sondern nutzen eine Token-basierte Abrechnung. Ein Token entspricht dabei einer verarbeiteten Texteinheit.
Token-Abrechnung als Kostenfalle
Wenn KI-Agenten selbstständig arbeiten und fehlerhaften Code produzieren, schnellen die Token-Zahlen in die Höhe. Programmierfehler, die früher günstig zu beheben waren, verursachen nun immense Rechnungen. Amazon erklärte dazu, dass das Unternehmen weiterhin experimentiere und lerne, wie man die neue Technologie effizient einsetzen kann. Es handele sich um isolierte Beispiele aus einer Lernphase, so der Konzern.Die Kostenüberschreitungen sind nicht die ersten Hürden bei der KI-Einführung. Bereits Ende 2025 verursachte der interne KI-Programmierassistent Kiro einen 13-stündigen Ausfall bei Amazon Web Services in China. Der Agent hatte eine Arbeitsumgebung eigenständig gelöscht.
Experten raten, dass Unternehmen strenge Budgetgrenzen und automatische Warnungen bei hohem Token-Verbrauch etablieren müssen, um solche Vorfälle und unnötige Ausgaben künftig zu vermeiden. Zudem benötigen KI-Systeme eingeschränkte Zugriffsrechte auf kritische Infrastruktur. Ebenso wichtig ist der Verzicht auf interne Ranglisten, die Mitarbeiter zur sinnlosen KI-Nutzung animieren.
Genau eine solche Rangliste namens KiroRank hatte Amazon zuvor eingeführt. Das Ziel war es, die Entwickler zur regelmäßigen Nutzung von KI-Werkzeugen zu motivieren. Das führte jedoch zum sogenannten Tokenmaxxing. Mitarbeiter wiesen den KI-Agenten unnötige Aufgaben zu, um in der Rangliste aufzusteigen, was die Kosten weiter in die Höhe trieb. Das Unternehmen hat KiroRank inzwischen wieder abgeschafft.
Wie bewertet ihr die Herausforderungen bei der Integration von KI in bestehende Arbeitsprozesse? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Amazon kämpft bei seinen KI-Projekten mit extremen Kostenüberschreitungen
- Ein auf Claude Sonnet basierendes Tool überzog das Budget um 860 Prozent
- Die Token-basierte Abrechnung von Modellen führt schnell zu hohen Kosten
- Experten empfehlen strenge Budgetgrenzen gegen den teuren Token-Verbrauch
- Eine interne Rangliste animierte Mitarbeiter zu unnötiger KI-Nutzung
Siehe auch:
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