iOS und Android: Messenger WhatsApp bringt eigene Backup-Alternative

WhatsApp plant einen eigenen Cloud-Speicher für Backups mit obligatorischer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Doch die Verlagerung der Chatverläufe auf Server des Mutterkonzerns Meta löst bei vielen Nutzern für Bedenken beim Datenschutz aus.
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Neue Cloud-Lösung für Chats

Der Messenger-Dienst WhatsApp entwickelt derzeit einen eigenen Cloud-Speicher für die Sicherung von Chatverläufen. Das Vorhaben wird aktuell für das Betriebssystem iOS getestet und soll Nutzern künftig eine direkte Alternative zu Apples iCloud bieten. Für Android-Geräte und den dortigen Standard Google Drive ist ein identisches Feature bereits seit dem Frühjahr bekannt. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht allerdings noch nicht fest.

Zu Beginn plant Meta, jedem Anwender zwei Gigabyte an kostenlosem Speicherplatz auf den eigenen Servern zur Verfügung zu stellen. Da Messenger-Backups durch geteilte Fotos und Videos schnell anwachsen, entlastet das den oft knappen Speicherplatz der Systemanbieter. Reichen zwei Gigabyte nicht aus, sind kostenpflichtige Erweiterungen im Gespräch. Ein Tarif mit 50 Gigabyte könnte etwa einen Dollar bzw. Euro im Monat kosten. Zudem ist eine Variante mit einem Terabyte geplant.

In den Einstellungen der App können Nutzer künftig frei zwischen den Speicherorten wählen. Dabei bleibt iCloud auf Geräten von Apple die Standardoption. Wie WABetaInfo nach der Analyse einer aktuellen Vorabversion berichtet, müssen Anwender beim Wechsel das alte Backup manuell löschen. Eine automatische Löschung der Daten auf den Servern von Apple findet nach aktuellem Kenntnisstand nicht statt.

Zwang zur Verschlüsselung

Laut WABetaInfo unterscheidet sich der neue Speicher beim Thema Sicherheit deutlich von den bisherigen Optionen. Während die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei iCloud manuell aktiviert werden muss, ist sie auf den Servern von WhatsApp obligatorisch. Ein Deaktivieren ist hingegen nicht vorgesehen.

Durch die hauseigene Infrastruktur könnte in Zukunft auch die Wiederherstellung von Chatverläufen über verschiedene Betriebssysteme hinweg deutlich einfacher gelingen. Ein direkter Transfer von iOS zu Android und umgekehrt wäre damit ohne externe Tools möglich.

Die Verlagerung der Daten hat Vor- und Nachteile. Anwender sparen wertvollen Platz in ihrer primären System-Cloud für andere Dokumente. Die Chat-Historie direkt auf den Servern des Mutterkonzerns Meta zu speichern, wird im Netz jedoch teilweise kritisch gesehen, denn so mancher Nutzer Bedenken zum Datenschutz äußert. Das Unternehmen betont hingegen, durch die Verschlüsselung keinen Zugriff auf die Inhalte zu haben.

Werdet ihr künftig den Speicher von WhatsApp nutzen oder bleibt ihr bei iCloud und Google Drive? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

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