Großer Umbau geplant: Saturn wird zum "MediaMarkt-Showroom"

Welche Zukunft hat der Elektronikhändler Saturn noch auf dem deutschen Markt? Ab 2027 verliert die Traditionsmarke ihre eigenen Großflächen endgültig an MediaMarkt. Übrig bleiben stattdessen lediglich spezielle Showrooms für Gamer.
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Neuer Kurs für Elektronikmärkte

Die Ceconomy AG plant einen umfassenden Umbau ihrer Vertriebsstruktur in Deutschland. Ab 2027 soll die Marke Saturn strategisch neu ausgerichtet werden. Vorstandschef Remko Rijnders will das Sortiment stärker auf Technik-Enthusiasten und Gaming fokussieren. Ziel ist eine höhere Profitabilität sowie eine klarere Abgrenzung zu MediaMarkt.

Das Filialnetz von Saturn ist in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft. Statt einst rund 150 Standorten gibt es aktuell noch 27. Viele Märkte wurden geschlossen oder in MediaMarkt-Filialen umgewandelt. Laut Unternehmen führten diese Umstellungen zu Umsatzsteigerungen von bis zu zehn Prozent.


Historischer Standort weicht

Wie die Welt berichtet, betrifft der Wandel auch zentrale Standorte. Das frühere Stammhaus am Kölner Hansaring firmiert inzwischen als MediaMarkt. Dort hatten Friedrich Wilhelm und Anni Waffenschmidt 1961 ein Fachgeschäft für Unterhaltungselektronik gegründet. Anfangs richtete sich das Angebot ausschließlich an Diplomaten, acht Jahre später wurde es für die breite Öffentlichkeit geöffnet.

Der Standort entwickelte sich später zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Musikliebhaber und war zeitweise für ein besonders großes Angebot an Schallplatten und CDs bekannt. Mit dem Aufkommen von Streamingdiensten verlor dieser Bereich an Bedeutung. In der Folge wurde der Markt umgebaut und in MediaMarkt umbenannt.

Showrooms statt Großflächen

Künftig soll Saturn weniger auf große eigene Verkaufsflächen setzen. Geplant sind stattdessen Showrooms innerhalb bestehender MediaMarkt-Filialen. Dort sollen Kunden neue und exklusive Technik vorab testen können. Die zeitlich begrenzten Angebote orientieren sich an Konzepten aus der Modebranche.

Parallel läuft die geplante Übernahme von Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com. Das Bundeskartellamt hat bereits zugestimmt, eine Entscheidung der EU-Kommission steht noch aus. Als möglicher Vorteil gelten Synergien in der Logistik. Kritiker sehen die Gefahr, dass JD.com verstärkt eigene Marken in Europa platziert.


Die Neuausrichtung könnte ein moderneres Einkaufserlebnis schaffen, birgt jedoch auch Risiken für die Marke Saturn als eigenständigen Händler. Wie viele reine Saturn-Märkte bestehen bleiben, ist offen.

Was meint ihr zu dem geplanten Umbau der Elektronikmärkte? Teilt eure Gedanken zur neuen Strategie und den Showrooms gerne unten in den Kommentaren mit uns.

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Zusammenfassung
  • Ceconomy plant bis 2027 eine Neuausrichtung der Marke Saturn
  • Der Fokus soll künftig auf Gaming und Technik-Enthusiasten liegen
  • Die Anzahl reiner Saturn-Filialen schrumpfte bereits von 150 auf 27
  • Zukünftig sind Saturn-Showrooms in MediaMarkt-Häusern geplant
  • Der chinesische Onlinehändler JD.com plant die Übernahme von Ceconomy

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