Ende einer Ära: LG soll über den Verkauf der TV-Sparte verhandeln
LG fertigt seit Jahrzehnten eigene Fernseher, doch das Hardware-Geschäft erzielt fast keine Gewinne mehr. Statt weiter gegen billige Konkurrenz zu kämpfen, plant der Konzern laut Gerüchten nun den Verkauf der gesamten TV-Sparte an Hisense.
Der Konzern produziert seit 1966 eigene Fernsehgeräte und zählt auch zu den Großen des Geschäfts. Der Rückzug aus dem Hardware-Markt wäre eine strategische Entscheidung, um auf die veränderten Bedingungen im globalen Wettbewerb zu reagieren. Konkret spielt hier die Hauptrolle, dass die Produktion von Fernsehern in den vergangenen Jahren zunehmend unrentabel geworden ist.
Wie die südkoreanische Nachrichtenseite EBN berichtet (via Android Authority), leidet der Hersteller unter einer strukturellen Ertragsschwäche. Die Gewinnmargen im TV-Segment liegen demnach nur noch bei ein bis zwei Prozent. Trotz des Fokus auf teure OLED-Modelle lassen sich die hohen Fixkosten für Produktion und Logistik kaum noch decken. Zudem hat der Stopp der inländischen LCD-Produktion durch LG Display die Verhandlungsposition beim Einkauf verschlechtert.
Ein weiterer Grund für den möglichen Ausstieg ist der enorme Preisdruck durch chinesische Marken. Hersteller wie TCL und Hisense drängen mit aggressiven Preisen auf den Weltmarkt und konnten ihre Marktanteile zuletzt immer wieder steigern. Die großen chinesischen Anbieter haben den südkoreanischen Hersteller bei den Verkaufszahlen auch bereits überholt.
Das Vorgehen erinnert an das Jahr 2021, als sich das Unternehmen aufgrund anhaltender Verluste vollständig aus dem Smartphone-Markt zurückzog. Auch damals wurde der Fokus auf profitablere Bereiche wie Fahrzeugkomponenten und Smart-Home-Lösungen verlagert. Allerdings muss man den aktuellen Bericht noch in die Kategorie Gerücht einordnen; ein Sprecher von LG wies die Behauptungen über laufende Verkaufsgespräche zurück.
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Siehe auch:
LG prüft angeblich TV-Verkauf
Der südkoreanische Elektronikkonzern LG erwägt offenbar, seine Fernsehsparte nach fast 60 Jahren aufzugeben. Entsprechende Umstrukturierungspläne und ein möglicher Verkauf des TV-Geschäfts werden derzeit mit dem chinesischen Konkurrenten Hisense verhandelt. Hochrangige Führungskräfte beider Unternehmen sollen sich dazu kürzlich in Peking getroffen haben, um die Details einer potenziellen Übernahme auszuloten.Der Konzern produziert seit 1966 eigene Fernsehgeräte und zählt auch zu den Großen des Geschäfts. Der Rückzug aus dem Hardware-Markt wäre eine strategische Entscheidung, um auf die veränderten Bedingungen im globalen Wettbewerb zu reagieren. Konkret spielt hier die Hauptrolle, dass die Produktion von Fernsehern in den vergangenen Jahren zunehmend unrentabel geworden ist.
Wie die südkoreanische Nachrichtenseite EBN berichtet (via Android Authority), leidet der Hersteller unter einer strukturellen Ertragsschwäche. Die Gewinnmargen im TV-Segment liegen demnach nur noch bei ein bis zwei Prozent. Trotz des Fokus auf teure OLED-Modelle lassen sich die hohen Fixkosten für Produktion und Logistik kaum noch decken. Zudem hat der Stopp der inländischen LCD-Produktion durch LG Display die Verhandlungsposition beim Einkauf verschlechtert.
Ein weiterer Grund für den möglichen Ausstieg ist der enorme Preisdruck durch chinesische Marken. Hersteller wie TCL und Hisense drängen mit aggressiven Preisen auf den Weltmarkt und konnten ihre Marktanteile zuletzt immer wieder steigern. Die großen chinesischen Anbieter haben den südkoreanischen Hersteller bei den Verkaufszahlen auch bereits überholt.
Fokus auf Software und WebOS
Sollte der Verkauf an Hisense zustande kommen, plant der Konzern eine Neuausrichtung. Anstatt eigene Hardware zu bauen, würde das Betriebssystem WebOS in den Mittelpunkt rücken. Die Software könnte verstärkt an andere Hersteller lizenziert sowie in Monitoren oder Infotainment-Systemen für Fahrzeuge eingesetzt werden. Der Wandel vom Hardware-Produzenten zum Plattform-Anbieter bietet höhere Gewinnmargen, birgt aber das Risiko, die direkte Bindung zum Endkunden zu verlieren.Das Vorgehen erinnert an das Jahr 2021, als sich das Unternehmen aufgrund anhaltender Verluste vollständig aus dem Smartphone-Markt zurückzog. Auch damals wurde der Fokus auf profitablere Bereiche wie Fahrzeugkomponenten und Smart-Home-Lösungen verlagert. Allerdings muss man den aktuellen Bericht noch in die Kategorie Gerücht einordnen; ein Sprecher von LG wies die Behauptungen über laufende Verkaufsgespräche zurück.
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Zusammenfassung
- LG erwägt Berichten zufolge den Verkauf seiner TV-Sparte an die Firma Hisense
- Sinkende Gewinnmargen von nur ein bis zwei Prozent belasten das Geschäft
- Chinesische Rivalen wie TCL üben massiven Preisdruck auf den Weltmarkt aus
- Zukünftig will sich LG auf die Vermarktung der Software WebOS konzentrieren
- Diese Strategie folgt dem Ausstieg aus dem Smartphone-Markt im Jahre 2021
- Ein offizieller Sprecher des Unternehmens wies die aktuellen Berichte zurück
- Hochrangige Manager beider Firmen trafen sich zu Verhandlungen in Peking
Siehe auch:
- Philips schmeißt Google TV raus: Alle 2026er Fernseher mit Titan OS
- QLED-Fernseher, die keine sind? TCL darf Geräte nicht QLED nennen
- Fernseher: Wo Panasonic draufsteht, ist jetzt kein Panasonic mehr drin
- LG steigt aus: Nächster Hersteller zieht 8K-Fernsehern den Stecker
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