Rheinmetall und Telekom entwickeln gemeinsam Drohnenabwehr
Der Rüstungskonzern Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen beim Schutz kritischer Infrastruktur vor Sabotageakten zusammenarbeiten. Gemeinsam will man unter anderem ein Schutzsystem vor Drohnen entwickeln.
Den Angaben zufolge sollen dabei verschiedene Technologien kombiniert werden. Vorgesehen sind Lösungen zur Cybersicherheit ebenso wie Systeme zur Überwachung und Sicherung von Gebäuden, Anlagen und anderen sensiblen Standorten. Konkrete Details zu möglichen Produkten oder Projekten nannten die Partner zunächst nicht.
Hintergrund der Kooperation ist die wachsende Sorge um hybride Bedrohungen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben viele europäische Staaten ihre Schutzmaßnahmen für Energieanlagen, Verkehrswege oder Kommunikationsnetze verstärkt. Gleichzeitig nimmt der Einsatz ziviler und militärischer Drohnen zu. Behörden warnen immer häufiger vor unerlaubten Überflügen von Industrieanlagen, Häfen oder Flughäfen.
Die Telekom bringt in die Zusammenarbeit vor allem ihre Erfahrung bei der Erkennung von Drohnen ein. Nach Unternehmensangaben wurden entsprechende Systeme bereits bei Großveranstaltungen eingesetzt, darunter auch während der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Sensortechnologien wie Funkfrequenz-, Radar-, Video- oder Audiosysteme. Besonders verbreitet ist laut der Telekom die sogenannte RF-Detektion, bei der die Funksignale zwischen Drohne und Fernsteuerung erfasst werden.
Rheinmetall wiederum verfügt über Erfahrung im Bereich Flugabwehr und entwickelt neben militärischen Abwehrsystemen auch Sensor- und Aufklärungstechnologien. Bereits Ende 2025 hatte das Unternehmen gemeinsam mit der Polizei Hamburg und der Hamburg Port Authority eine Kooperation zum Schutz des Hamburger Hafens vor Drohnen vereinbart.
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Siehe auch:
Schutz kritischer Infrastruktur
Eine entsprechende Vereinbarung haben die Unternehmen im Vorfeld der morgen beginnenden Sicherheitsfachmesse AFCEA in Bonn bekanntgegeben. Ziel sei die Entwicklung eines sogenannten "Multi-Threat-Protection"-Ansatzes, der sowohl digitale als auch physische Gefahren abwehren soll, teilten die Unternehmen mit.Den Angaben zufolge sollen dabei verschiedene Technologien kombiniert werden. Vorgesehen sind Lösungen zur Cybersicherheit ebenso wie Systeme zur Überwachung und Sicherung von Gebäuden, Anlagen und anderen sensiblen Standorten. Konkrete Details zu möglichen Produkten oder Projekten nannten die Partner zunächst nicht.
Hintergrund der Kooperation ist die wachsende Sorge um hybride Bedrohungen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben viele europäische Staaten ihre Schutzmaßnahmen für Energieanlagen, Verkehrswege oder Kommunikationsnetze verstärkt. Gleichzeitig nimmt der Einsatz ziviler und militärischer Drohnen zu. Behörden warnen immer häufiger vor unerlaubten Überflügen von Industrieanlagen, Häfen oder Flughäfen.
Die Telekom bringt in die Zusammenarbeit vor allem ihre Erfahrung bei der Erkennung von Drohnen ein. Nach Unternehmensangaben wurden entsprechende Systeme bereits bei Großveranstaltungen eingesetzt, darunter auch während der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Sensortechnologien wie Funkfrequenz-, Radar-, Video- oder Audiosysteme. Besonders verbreitet ist laut der Telekom die sogenannte RF-Detektion, bei der die Funksignale zwischen Drohne und Fernsteuerung erfasst werden.
Mobilfunk-Steuerung erkennen
Eine neue Herausforderung sehen Fachleute in Drohnen, die über Mobilfunknetze gesteuert werden. Gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg erforscht die Telekom deshalb Verfahren, bei denen Mobilfunknetze selbst zur Erkennung solcher Fluggeräte genutzt werden könnten. Dabei sollen Auffälligkeiten im Datenverkehr Hinweise auf Drohnensteuerungen liefern.Rheinmetall wiederum verfügt über Erfahrung im Bereich Flugabwehr und entwickelt neben militärischen Abwehrsystemen auch Sensor- und Aufklärungstechnologien. Bereits Ende 2025 hatte das Unternehmen gemeinsam mit der Polizei Hamburg und der Hamburg Port Authority eine Kooperation zum Schutz des Hamburger Hafens vor Drohnen vereinbart.
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Zusammenfassung
- Rheinmetall und Telekom kooperieren beim Schutz kritischer Infrastruktur
- Gemeinsam soll ein Multi-Threat-Protection-System gegen Drohnen entstehen
- Die Vereinbarung wurde vor der Sicherheitsfachmesse AFCEA in Bonn unterzeichnet
- Hintergrund ist die zunehmende Bedrohungslage durch hybride Gefahren seit 2022
- Die Telekom nutzt verschiedene Sensortechnologien zur Drohnenerkennung
- Erfahrung damit sammelte sie unter anderem während der Fußball-EM 2024 in Deutschland
- Neue Herausforderung sind Drohnen, die über Mobilfunknetze gesteuert werden
- Rheinmetall bringt Erfahrung im Bereich Flugabwehr und Sensoraufklärung ein
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