MacBook Neo wird wohl teurer - Neue Farben sollen Käufer wohl trösten

Apples Einstiegs-Notebook übertrifft die Verkaufserwartungen. Der Konzern erhöht daher nun die Produktion. Das führt jedoch zu steigenden Kosten. Um Käufer trotz möglicher Preiserhöhungen für den Laptop zu begeistern, könnten neue Farbvarianten erscheinen.
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Hohe Nachfrage beim Einstiegsgerät

Während Apple wohl die Arbeit der gefloppten Vision Pro eingestellt hat, entwickelt sich das erst kürzlich veröffentlichte MacBook Neo zu einem großen Verkaufserfolg. Die Nachfrage übersteigt das Angebot derzeit bei Weitem, was zu Lieferzeiten von bis zu vier Wochen führt. Um den Bedarf zu decken, hat der Konzern jetzt die Produktionsziele für das Notebook kurzfristig von ursprünglich sechs auf zehn Millionen Einheiten erhöht. Auftragsfertiger in China und Vietnam arbeiten bereits unter Hochdruck an der Umsetzung.

Die Produktionsausweitung stellt die Lieferkette jedoch vor große Herausforderungen. Für das Notebook benötigt Apple dringend weitere A18-Pro-Prozessoren. Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC fertigt die Chips im modernen Drei-Nanometer-Verfahren, hat jedoch kaum noch freie Kapazitäten. Die starke Auslastung durch andere Technologieunternehmen treibt die Produktionskosten für die benötigten Recheneinheiten aktuell daher merklich in die Höhe.


Wie der ehemalige Bloomberg-Journalist Tim Culpan berichtet, verteuert sich die Herstellung des Geräts zudem noch weiter. So nutzte Apple für das Notebook ursprünglich aussortierte iPhone-Chips mit leichtem Defekt, bei denen ein Grafikkern nicht funktionstüchtig war. Eine solche Ausbeute-Optimierung ist bei den neu produzierten Chips jetzt nicht mehr möglich. Es könnte gut sein, dass Apple diese Mehrkosten bald an die Endkunden weitergibt.

Neue Farben gegen Preisschock

Sollte es zu einer Preiserhöhung kommen, könnte das Unternehmen laut Culpan eine gezielte Maßnahme planen, um das Kaufinteresse dennoch hochzuhalten. Das Notebook, das aktuell in den Tönen Citrus, Blush, Indigo und Silver angeboten wird, könnte neue Farbvarianten erhalten. Die optische Auffrischung soll Käufer dann wohl über den potenziell höheren Anschaffungspreis hinwegtrösten. Apple nutzte solche Strategien in der Vergangenheit bereits häufiger.

Alternativ könnte das günstigere Einstiegsmodell komplett aus dem Sortiment gestrichen werden, um die Margen zu schützen. Solche Maßnahmen hat Apple gerade erst beim Mac Mini und Mac Studio ergriffen. Auch hier wurden Einstiegsmodelle und Varianten mit viel RAM aus dem Sortiment genommen. Die kommenden Wochen werden zeigen, für welchen Weg sich der Hersteller beim MacBook Neo entscheidet.

Würdet ihr für neue Gehäusefarben einen höheren Preis beim Einstiegs-Notebook akzeptieren? Teilt eure Meinung und bisherigen Erfahrungen mit dem Gerät gerne in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
  • Apple erhöht Produktion des MacBook Neo auf zehn Millionen Geräte
  • Lange Lieferzeiten von bis zu vier Wochen zeigen die hohe Nachfrage
  • TSMC kann kaum noch freie Kapazitäten für A18-Pro-Chips bereitstellen
  • Ehemals aussortierte iPhone-Chips mit Defekt senkten Produktionskosten
  • Diese Einsparung ist bei neuen Chips nicht mehr möglich - Kosten steigen
  • Apple könnte entstehende Mehrkosten direkt an Kunden weitergeben
  • Neue Farbvarianten sollen Käufer womöglich dennoch für einen Kauf begeistern
  • Einstiegsmodell könnte alternativ komplett aus dem Sortiment verschwinden

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