Solaranlagen mit Wechselrichter aus China erhalten keine EU-Förderung
Die Europäische Union verschärft ihren Kurs gegenüber den Herstellern chinesischer Energietechnologie: Wer zukünftig Wechselrichter aus China in seine Solaranlagen integriert, wird keine öffentliche Förderung mehr erhalten.
Nach Einschätzung aus Brüssel zählen importierte Geräte zu den größten Risiken für kritische Infrastrukturen in der EU. Eine Sprecherin der Kommission warnte, dass externe Akteure über solche Technologien potenziell Zugriff auf sensible Betriebsdaten erlangen oder sogar Energie-Netzwerke manipulieren könnten. Im Extremfall seien großflächige Stromausfälle denkbar.
Die nun beschlossene Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der EU, Abhängigkeiten von chinesischer Technologie zu reduzieren. In den vergangenen Monaten hatte die Kommission bereits mehrere Initiativen vorgestellt, darunter ein Industrieprogramm zur Förderung sauberer Technologien, das chinesische Unternehmen von Subventionen ausschließt. Parallel dazu zielt neue Cybersicherheitsgesetzgebung darauf ab, Anbieter wie Huawei aus sensiblen Bereichen wie Telekommunikation und Energie fernzuhalten.
Ein Problem bei der Sache ist die starke Marktstellung Chinas: Mehr als die Hälfte der weltweit eingesetzten Wechselrichter stammt aus chinesischer Produktion. Auch Europa ist in ähnlichem Umfang abhängig. Allerdings betonen EU-Vertreter, dass es Alternativen gebe, sowohl von europäischen Herstellern als auch aus Ländern wie Japan oder Südkorea.
Aus China kommt hingegen Kritik. Offizielle Stellen weisen die Sicherheitsbedenken zurück und betonen, die Handelsbeziehungen mit Europa seien von gegenseitigem Nutzen geprägt. Zudem argumentiert Peking, günstige grüne Technologien aus China trügen wesentlich dazu bei, globale Emissionen zu senken. Die Entscheidung der EU-Kommission war bereits Anfang April gefallen, wurde jedoch erst jetzt öffentlich gemacht. Stellungnahmen chinesischer Hersteller wie Sungrow stehen bislang aus.
Siehe auch:
Sicherheitsbedenken in Brüssel
Die Entscheidung der EU-Kommission soll ab dem 1. November gelten und wird mit Sicherheitsbedenken begründet, berichtet die Financial Times. Wechselrichter sind eine zentrale Komponente von Solaranlagen, da sie den Gleichstrom der Photovoltaik-Module in Wechselstrom umwandeln, wie man ihn aus dem Stromnetz kennt.Nach Einschätzung aus Brüssel zählen importierte Geräte zu den größten Risiken für kritische Infrastrukturen in der EU. Eine Sprecherin der Kommission warnte, dass externe Akteure über solche Technologien potenziell Zugriff auf sensible Betriebsdaten erlangen oder sogar Energie-Netzwerke manipulieren könnten. Im Extremfall seien großflächige Stromausfälle denkbar.
Die nun beschlossene Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der EU, Abhängigkeiten von chinesischer Technologie zu reduzieren. In den vergangenen Monaten hatte die Kommission bereits mehrere Initiativen vorgestellt, darunter ein Industrieprogramm zur Förderung sauberer Technologien, das chinesische Unternehmen von Subventionen ausschließt. Parallel dazu zielt neue Cybersicherheitsgesetzgebung darauf ab, Anbieter wie Huawei aus sensiblen Bereichen wie Telekommunikation und Energie fernzuhalten.
Ein Problem bei der Sache ist die starke Marktstellung Chinas: Mehr als die Hälfte der weltweit eingesetzten Wechselrichter stammt aus chinesischer Produktion. Auch Europa ist in ähnlichem Umfang abhängig. Allerdings betonen EU-Vertreter, dass es Alternativen gebe, sowohl von europäischen Herstellern als auch aus Ländern wie Japan oder Südkorea.
Kaum Teuerung zu erwarten
Die finanziellen Auswirkungen eines Umstiegs gelten als begrenzt. Nach Angaben aus Brüssel würden sich die Kosten für Solaranlagen durch den Verzicht auf chinesische Komponenten um weniger als zwei Prozent erhöhen. Wechselrichter machen nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus.Aus China kommt hingegen Kritik. Offizielle Stellen weisen die Sicherheitsbedenken zurück und betonen, die Handelsbeziehungen mit Europa seien von gegenseitigem Nutzen geprägt. Zudem argumentiert Peking, günstige grüne Technologien aus China trügen wesentlich dazu bei, globale Emissionen zu senken. Die Entscheidung der EU-Kommission war bereits Anfang April gefallen, wurde jedoch erst jetzt öffentlich gemacht. Stellungnahmen chinesischer Hersteller wie Sungrow stehen bislang aus.
Zusammenfassung
- EU-Kommission verschärft Kurs gegenüber chinesischer Solartechnik
- Ab November keine Förderung für Solaranlagen mit China-Wechselrichtern
- Wechselrichter wandeln Gleichstrom aus Solar in netzüblichen Wechselstrom um
- Mehr als die Hälfte aller Wechselrichter weltweit stammt aus China
- EU befürchtet Zugriff auf sensible Betriebsdaten und Netzmanipulation
- Europäische Hersteller sowie Japan und Südkorea bieten Alternativen
- Kosten für Solaranlagen würden sich um weniger als zwei Prozent erhöhen
- China kritisiert Entscheidung und verweist auf gemeinsamen Klimaschutz
Siehe auch:
Themen:
Videos zum Thema
- Strom für Notebooks per USB-C: Netzteile von Anker im Test
- EcoFlow Delta 2: Powerstation bewährt sich im Langzeit-Test
- AutoFull M6 Ultra 2.0: Gaming-Stuhl mit Massagefunktion und Heizung
- EcoFlow Stream AC Pro: Heimspeicher mit fast 2 kWh im Test
- EcoFlow Stream Ultra X: Stromspeicher für den Haushalt im Test
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Neue Weekend-Deals sind da: Media Markt & Saturn senken die Preise
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Ryzen-CPUs: AMD killt RAM-Verschlüsselung - und rudert jetzt zurück
- Windows 11 26H2: Microsoft veröffentlicht allererste Vorschau-Version
- Apple M6-Prozessoren: TSMC liefert erste 2nm-Chips für neue Macs
- Windows 11 26H2: Microsoft kündigt nächste OS-Version offiziell an
- VW ID.3 Neo GTI: Erlkönig des neuen Elektro-GTI wurde gesichtet
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen