Ransomware wird unter Kriminellen immer beliebter und verändert sich
Die Bedrohung durch Ransomware nimmt weiter zu und wird zugleich unübersichtlicher. Besonders besorgniserregend ist dabei weniger die reine Anzahl der Angriffe als vielmehr deren zunehmende Komplexität und Unberechenbarkeit.
Zwar sind bekannte Gruppen wie Akira und Qilin weiterhin aktiv, doch ein neuer Akteur sorgt für Aufsehen: Die Gruppe "The Gentlemen" konnte ihre Aktivitäten innerhalb eines Quartals massiv ausbauen, von 26 gemeldeten Fällen Ende 2025 auf 179 zu Beginn des Jahres 2026. Laut ReliaQuest ist dieser rasante Anstieg nicht auf eine einzelne neue Angriffsmethode zurückzuführen, sondern auf ein gut organisiertes Netzwerk aus Partnern, klaren Abläufen und attraktiven Gewinnbeteiligungen.
Parallel dazu weiten Angreifer ihre Zielsysteme aus. Neben klassischen Windows-Rechnern geraten zunehmend auch Linux-Server, Virtualisierungsplattformen und Netzwerkspeicher ins Visier. Das sind letztlich genau jene Systeme, auf denen oft besonders sensible Daten liegen.
Zugleich verändern sich die Angriffsmethoden. Manche Gruppen verzichten vollständig auf klassische Verschlüsselungstrojaner und setzen stattdessen auf Social Engineering. Mitarbeitende werden etwa telefonisch kontaktiert und zur Eingabe ihrer Zugangsdaten auf gefälschten Login-Seiten verleitet. Mit diesen Daten verschaffen sich Angreifer Zugriff auf Cloud-Dienste und entwenden Informationen unbemerkt über reguläre Schnittstellen.
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Mehr Fälle, mehr Komplexität
Laut eines aktuellen Berichts des Sicherheitsunternehmens ReliaQuest stieg die Zahl der Veröffentlichungen von Daten zu Erpressungszwecken im ersten Quartal 2026 auf 2638 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das zeigt, dass die Täter es weiterhin vor allem auf Unternehmen abgesehen haben, wo sich deutlich mehr holen lässt als bei privaten Nutzern.Zwar sind bekannte Gruppen wie Akira und Qilin weiterhin aktiv, doch ein neuer Akteur sorgt für Aufsehen: Die Gruppe "The Gentlemen" konnte ihre Aktivitäten innerhalb eines Quartals massiv ausbauen, von 26 gemeldeten Fällen Ende 2025 auf 179 zu Beginn des Jahres 2026. Laut ReliaQuest ist dieser rasante Anstieg nicht auf eine einzelne neue Angriffsmethode zurückzuführen, sondern auf ein gut organisiertes Netzwerk aus Partnern, klaren Abläufen und attraktiven Gewinnbeteiligungen.
Parallel dazu weiten Angreifer ihre Zielsysteme aus. Neben klassischen Windows-Rechnern geraten zunehmend auch Linux-Server, Virtualisierungsplattformen und Netzwerkspeicher ins Visier. Das sind letztlich genau jene Systeme, auf denen oft besonders sensible Daten liegen.
Trend zu Social Engineering
Ein weiteres Problem stellt die wachsende Zahl zweifelhafter oder sogar gefälschter Datenlecks dar. Neue Gruppen veröffentlichen angebliche Einbrüche, ohne klare Beweise zu liefern. Dennoch entsteht erheblicher Druck auf betroffene Unternehmen: Untersuchungen müssen eingeleitet, rechtliche Fragen geklärt und Kommunikationsstrategien entwickelt werden. Selbst unbegründete Vorwürfe können hohe Kosten verursachen.Zugleich verändern sich die Angriffsmethoden. Manche Gruppen verzichten vollständig auf klassische Verschlüsselungstrojaner und setzen stattdessen auf Social Engineering. Mitarbeitende werden etwa telefonisch kontaktiert und zur Eingabe ihrer Zugangsdaten auf gefälschten Login-Seiten verleitet. Mit diesen Daten verschaffen sich Angreifer Zugriff auf Cloud-Dienste und entwenden Informationen unbemerkt über reguläre Schnittstellen.
Zusammenfassung
- Ransomware-Bedrohung wächst und wird zunehmend unübersichtlicher
- Im ersten Quartal 2026 stiegen die Datenveröffentlichungen um 22 Prozent
- Unternehmen bleiben bevorzugtes Ziel von Ransomware-Gruppierungen
- Die Gruppe The Gentlemen weitete ihre Angriffe massiv aus
- Angreifer zielen vermehrt auf Linux-Server und Virtualisierungsplattformen
- Zweifelhafte Datenlecks verursachen Druck auf betroffene Unternehmen
- Social Engineering ersetzt zunehmend klassische Verschlüsselungstrojaner
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