Streit um Löhne: Samsung-Arbeiter legen Chipfertigung über Nacht lahm
Im Zuge der Auseinandersetzung der gewerkschaftlichen Mitarbeiter des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung mit dem Unternehmen ist es in der letzten Woche zu Arbeitsniederlegungen gekommen, die für mindestens einen achtstündigen Produktionsstillstand sorgten.
Nach Angaben einer der Gewerkschaften, die die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, erschienen zahlreiche Mitarbeiter nicht an ihrem Arbeitsplatz, um so den Forderungen nach einer höheren Bezahlung und umfangreichen Bonuszahlungen Nachdruck zu verleihen. Infolge des Streiks kam es laut der Gewerkschaft auch zu tatsächlichen Ausfällen der weitgehend automatisierten Fertigung von Halbleiterprodukten und Speicherchips.
Angeblich sank die Produktionsmenge in der bestreikten Nachtschicht bei der Waferfertigung um 58 Prozent, während im gleichen Zeitraum rund 18 Prozent weniger Speicherchips als üblich gefertigt werden konnten. Normalerweise läuft die Produktion bei Samsung wie in anderen Chipwerken rund um die Uhr in drei Schichten.
Samsung und die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter des Unternehmens ringen seit Monaten um höhere Lohnzahlungen. Außerdem wollen die Mitarbeiter den Konzern dazu bringen, den jährlich gezahlten Bonus deutlich aufzustocken. Samsung hatte zuletzt einen Jahresbonus in Höhe von umgerechnet rund 400.000 Euro angeboten, wobei der Bonus in Südkorea üblicherweise gut die Hälfte des Jahreseinkommens ausmachen kann.
Weil die Preise für Speicher- und Halbleiterprodukte in den letzten Monaten erheblich gestiegen sind, meldete Samsung zuletzt einen im Jahresvergleich um mehr als das Siebenfache gestiegenen Quartalsgewinn. Die Mitarbeiter wollen mit ihren Protesten dafür sorgen, dass sie an dem durch den KI-Boom von Samsung erzielten massiven Gewinnanstieg beteiligt werden.
Siehe auch:
- Samsung-Arbeiter in Südkorea streiken und Chipfertigung steht still
- Nachtschicht-Mitarbeiter blieben fern, um Lohnforderungen Nachdruck zu verleihen
- Gewerkschaft fordert höhere Löhne und deutlich höhere Bonuszahlungen
- Produktionsmenge sank in bestreikter Nachtschicht um 58 Prozent
- Samsung bot Bonus von 400.000 Euro an, Arbeiter fordern deutlich mehr
- Quartalsgewinn von Samsung stieg durch Chip-Preisanstieg um über das Siebenfache
- Arbeiter wollen am massiven Gewinnanstieg durch KI-Boom beteiligt werden
Mitarbeiter kamen nicht zur Nachtschicht
Samsungs Chipwerke fertigen auch in Südkorea im Dauerbetrieb. Zuletzt kam es aber aufgrund von Streikaktionen der Belegschaft zu einem Ausfall, der angeblich eine Schicht lang dauerte. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag blieben zahlreiche Mitarbeiter fern, die eigentlich die Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr übernehmen sollten.Nach Angaben einer der Gewerkschaften, die die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, erschienen zahlreiche Mitarbeiter nicht an ihrem Arbeitsplatz, um so den Forderungen nach einer höheren Bezahlung und umfangreichen Bonuszahlungen Nachdruck zu verleihen. Infolge des Streiks kam es laut der Gewerkschaft auch zu tatsächlichen Ausfällen der weitgehend automatisierten Fertigung von Halbleiterprodukten und Speicherchips.
Angeblich sank die Produktionsmenge in der bestreikten Nachtschicht bei der Waferfertigung um 58 Prozent, während im gleichen Zeitraum rund 18 Prozent weniger Speicherchips als üblich gefertigt werden konnten. Normalerweise läuft die Produktion bei Samsung wie in anderen Chipwerken rund um die Uhr in drei Schichten.
Samsung und die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter des Unternehmens ringen seit Monaten um höhere Lohnzahlungen. Außerdem wollen die Mitarbeiter den Konzern dazu bringen, den jährlich gezahlten Bonus deutlich aufzustocken. Samsung hatte zuletzt einen Jahresbonus in Höhe von umgerechnet rund 400.000 Euro angeboten, wobei der Bonus in Südkorea üblicherweise gut die Hälfte des Jahreseinkommens ausmachen kann.
Weil die Preise für Speicher- und Halbleiterprodukte in den letzten Monaten erheblich gestiegen sind, meldete Samsung zuletzt einen im Jahresvergleich um mehr als das Siebenfache gestiegenen Quartalsgewinn. Die Mitarbeiter wollen mit ihren Protesten dafür sorgen, dass sie an dem durch den KI-Boom von Samsung erzielten massiven Gewinnanstieg beteiligt werden.
Siehe auch:
- Arbeiter wollen Anteil am KI-Boom: Samsung steht vor großem Streik
- Samsung: Nach Mega-Gewinn droht jetzt der Mega-Streik
- Stellenabbau in der Krise: Samsung streicht Chipfertigung zusammen
- Samsung-Streik: Mitarbeiter sollen modernstes Chipwerk lahmlegen
- Samsung Electronics: Tausende starten ersten Streik der Geschichte
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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