Telekom startet eigene Plattform für elektronische Patientenakte
Die elektronische Patientenakte steht in Deutschland seit Jahren in der Kritik. Mangelnde Nutzerfreundlichkeit und Datenschutzbedenken schrecken viele ab. Nun startet ein neuer Versuch, das System zu vereinfachen und bestehende Hürden abzubauen.
Das Konzept sieht vor, Produkt, Plattform und Betrieb aus einer Hand anzubieten. Sämtliche Gesundheitsdaten und Metadaten werden ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland verarbeitet. Die Infrastruktur erfüllt Standards wie ISO 27001 und die Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, um die Datensouveränität der Patienten zu sichern.
Der Erfolg des Ansatzes hängt davon ab, ob die Nutzerzentrierung zu einer höheren Akzeptanz bei Versicherten führt. Noch läuft das erforderliche Zulassungsverfahren bei der Gematik, erst nach erfolgreicher Zertifizierung kann die neue Plattform flächendeckend eingesetzt werden.
Die elektronische Patientenakte bleibt ein Streitthema. Werdet ihr die neue Plattform nutzen oder überwiegen bei euch die Bedenken? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
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Neustart für die Patientenakte
Krankenversicherungen sollen von der Telekom eine intuitivere Lösung erhalten, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.Das Konzept sieht vor, Produkt, Plattform und Betrieb aus einer Hand anzubieten. Sämtliche Gesundheitsdaten und Metadaten werden ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland verarbeitet. Die Infrastruktur erfüllt Standards wie ISO 27001 und die Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, um die Datensouveränität der Patienten zu sichern.
Fokus auf bessere Bedienbarkeit
Wie die Telekom anlässlich der Berliner Fachmesse DMEA mitteilt, tritt der Konzern bei dem Projekt als alleiniger Anbieter auf. Die modular aufgebaute Architektur soll bekannte Schwachstellen bisheriger ePA-Systeme beheben, etwa bei der Suchfunktion, der Verarbeitung strukturierter Daten und den Möglichkeiten für die medizinische Forschung.Mit unserer Patientenakte übernehmen wir Verantwortung: Wir bieten eine zukunftsfähige, souveräne und vertrauenswürdige Lösung aus einer Hand auf Basis unserer T Cloud an. Was nutzt eine ePA, die nicht genutzt wird. Versicherte und Krankenkassen erwarten eine Patientenakte, die sicher, leicht bedienbar und wirklich hilfreich ist. Genau das liefern wir.Ein zentraler Baustein ist die Einbindung in bestehende Ökosysteme des Gesundheitswesens. Die Plattform verknüpft die digitale Akte mit digitalen Identitäten und sicheren Kommunikationsdiensten wie dem TI-Messenger. Krankenkassen sollen ihre digitalen Dienste so schrittweise ohne Medienbrüche erweitern können, aufwendige Insellösungen und hohe Integrationskosten sollen entfallen.
Zulassung steht noch aus
Neben technischen Fragen liegt ein Schwerpunkt auf der Einholung von Einwilligungen und der transparenten Darstellung von Datenzugriffen. Diese Prozesse sollen für Patienten verständlich gestaltet werden; Barrierefreiheit und eine klare Menüführung sollen die Nutzung der ePA im Alltag erleichtern.Der Erfolg des Ansatzes hängt davon ab, ob die Nutzerzentrierung zu einer höheren Akzeptanz bei Versicherten führt. Noch läuft das erforderliche Zulassungsverfahren bei der Gematik, erst nach erfolgreicher Zertifizierung kann die neue Plattform flächendeckend eingesetzt werden.
Die elektronische Patientenakte bleibt ein Streitthema. Werdet ihr die neue Plattform nutzen oder überwiegen bei euch die Bedenken? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Die Telekom bietet eine eigene elektronische Patientenakte als Lösung an
- Gesundheitsdaten werden nur in zertifizierten Rechenzentren verarbeitet
- Die Plattform soll bisherige Schwachstellen der ePA-Systeme beheben
- Vorstellung erfolgte auf der Berliner Fachmesse DMEA durch die Telekom
- Einbindung in bestehende Ökosysteme soll Insellösungen überflüssig machen
- Barrierefreiheit und klare Menüführung sollen die Alltagsnutzung erleichtern
- Das Zulassungsverfahren bei der Gematik läuft derzeit noch und ist offen
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