Nach Assassin's Creed und Prince of Persia:
Ubisoft killt nächstes Spiel

Publisher Ubisoft setzt seinen harten Sparkurs fort. Nach der Einstellung mehrerer Projekte zu prominenten Spielereihen hat es nun offenbar einen weiteren Titel getroffen. Ein geplantes Aufbauspiel wurde intern angeblich gestoppt.
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Erneuter Projektstopp bei Ubisoft

Am 23. April um 18 Uhr stellt Ubisoft das Remake zu Assassin's Creed Black Flag vor. Aufgrund der Popularität des Originals aus dem Jahr 2013 erhofft sich das krisengebeutelte Unternehmen einen dringend benötigten Erfolg. Schließlich ist der französische Spielehersteller immer noch damit beschäftigt, sich wirtschaftlich zu sanieren. So hat man nun offenbar die Entwicklung eines weiteren Titels eingestellt, nachdem bereits vor einigen Monaten etliche geplante Spiele gestrichen worden waren.

Betroffen ist das intern unter dem Namen Alterra bekannte Projekt. Das Spiel befand sich seit rund drei Jahren beim Entwicklerstudio Ubisoft Montreal in der Produktion. Das Konzept sah eine Mischung aus sozialen Elementen im Stil von Animal Crossing und den Sammel- sowie Baumechaniken aus Minecraft vor. Spieler hätten in einer Voxel-Optik verschiedene Biome erkundet, um Ressourcen abzubauen und gegen Kreaturen zu kämpfen. Die computergesteuerten Charaktere, intern Matterlings genannt, erinnerten optisch an Funko-Pop-Sammelfiguren.


Wie Insider Gaming berichtet, wurde die Belegschaft am Dienstag über das Ende der Entwicklung informiert. Entlassungen soll es im Zuge der Entscheidung jedoch nicht geben. Die betroffenen Angestellten werden stattdessen auf andere Projekte innerhalb des Unternehmens verteilt. Unklar bleibt das Schicksal der externen Unterstützungsstudios, die ebenfalls an dem Titel gearbeitet hatten.

Hintergründe zur Sanierung

Die kreative Leitung von Alterra lag bei Patrick Redding, der zuvor für Marken wie Splinter Cell Blacklist und die Far-Cry-Reihe verantwortlich war. Dass das Team nun abgezogen wird, verdeutlicht das momentan strikte Vorgehen bei Ubisoft. Im Januar hatte der Publisher sechs Spiele gestrichen, darunter das Remake von Prince of Persia The Sands of Time. Im Februar folgte das Aus eines Multiplayer-Ablegers zu Assassin's Creed.

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, man bewerte Projekte in jeder Entwicklungsphase kontinuierlich neu, um die strategischen Prioritäten und das langfristige Marktpotenzial sicherzustellen. Im Rahmen dieses Prozesses ist Alterra jetzt wohl durchgefallen. Man konzentriert sich damit weiter auf Kernmarken wie Assassin's Creed, um die finanziellen Risiken zu minimieren.

Bedauert ihr das Aus für das Aufbauspiel oder ist die Konzentration auf Kernmarken der richtige Weg? Teilt eure Gedanken zu Ubisofts Strategie gerne mit uns in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Ubisoft hat sein intern als Alterra bekanntes Aufbauspiel eingestellt
  • Das Projekt war seit drei Jahren bei Ubisoft Montreal in Produktion
  • Alterra kombinierte Elemente aus Animal Crossing und Minecraft
  • Entlassungen soll es nicht geben, Teams werden intern umverteilt
  • Im Januar hatte Ubisoft bereits sechs seiner Spiele gestrichen
  • Das französische Unternehmen steht weiterhin unter enormem Kostendruck
  • Ubisoft konzentriert sich künftig verstärkt auf Kernmarken wie Assassin's Creed

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