Bezos will in großem Stil Industrie kaufen und KI drüberstülpen
Amazon-Gründer Jeff Bezos hat eine neue Geschäftsidee: Mit einem 100 Milliarden Dollar schweren Investmentfonds will er Industrieunternehmen aufkaufen und durch den Einsatz von KI umfassend automatisieren.
Parallel treibt Bezos auch den Aufbau des KI-Start-ups Project Prometheus voran, bei dem er als Co-CEO fungiert. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die physikalische Prozesse simulieren können, etwa Luftströmungen an Flugzeugflügeln oder Materialbelastungen. Diese Technologie soll später genutzt werden, um die Effizienz der übernommenen Industriebetriebe zu steigern. Prometheus verhandelt zudem über eine eigene Finanzierungsrunde von bis zu sechs Milliarden Dollar.
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der sich die KI-Branche zunehmend über Sprachmodelle hinaus entwickelt. Während Firmen wie OpenAI und Anthropic Softwarelösungen für Büro- und Wissensarbeit vorantreiben, fließen immer größere Summen in Anwendungen für Robotik und industrielle Fertigung.
Bezos ist nicht allein mit seiner Vision. Auch Uber-Mitgründer Travis Kalanick verfolgt mit seinem Start-up Atoms ähnliche Pläne, während Elon Musk den Einsatz humanoider Roboter bei Tesla vorantreibt. Unterstützung könnte Bezos zudem aus der Finanzbranche erhalten: JPMorgan Chase prüft laut Insidern eine Beteiligung über einen eigenen Milliardenfonds. Damit zeichnet sich ab, dass der Wettlauf um die industrielle Nutzung von KI in eine neue, kapitalintensive Phase eintritt.
Siehe auch:
- Bezos plant einen 100-Milliarden-Dollar-Fonds für Industrieaufkäufe
- Der Fonds soll Firmen aus Halbleiter-, Verteidigungs- und Luftfahrtbranche kaufen
- Das KI-Start-up Project Prometheus simuliert physikalische Prozesse
- Bezos warb bei staatlichen Fonds im Nahen Osten und in Singapur um Geld
- Übernommene Betriebe sollen durch künstliche Intelligenz automatisiert werden
- Auch Kalanick und Musk setzen auf KI-gestützte industrielle Automatisierung
- JPMorgan Chase prüft eine Beteiligung über einen eigenen Milliardenfonds
100 Mrd. Dollar gesucht
Nach Informationen aus informierten Kreisen führt Bezos derzeit entsprechende Gespräche mit einigen der weltweit größten Vermögensverwalter, berichtete das Wall Street Journal. Bereits in den vergangenen Monaten war Bezos demnach im Nahen Osten sowie in Singapur unterwegs, um staatliche Fonds und private Investoren für das Projekt zu gewinnen. Der Fonds, intern als "Manufacturing Transformation Vehicle" bezeichnet, soll gezielt Firmen aus Schlüsselindustrien wie Halbleiterproduktion, Verteidigung und Luftfahrt übernehmen. Mit einem geplanten Volumen von 100 Milliarden Dollar würde er in einer Liga mit dem SoftBank Vision Fund spielen.Parallel treibt Bezos auch den Aufbau des KI-Start-ups Project Prometheus voran, bei dem er als Co-CEO fungiert. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die physikalische Prozesse simulieren können, etwa Luftströmungen an Flugzeugflügeln oder Materialbelastungen. Diese Technologie soll später genutzt werden, um die Effizienz der übernommenen Industriebetriebe zu steigern. Prometheus verhandelt zudem über eine eigene Finanzierungsrunde von bis zu sechs Milliarden Dollar.
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der sich die KI-Branche zunehmend über Sprachmodelle hinaus entwickelt. Während Firmen wie OpenAI und Anthropic Softwarelösungen für Büro- und Wissensarbeit vorantreiben, fließen immer größere Summen in Anwendungen für Robotik und industrielle Fertigung.
Bei Amazon hats funktioniert
Die Folgen sind bereits spürbar: Unternehmen haben in den vergangenen Monaten tausende Stellenstreichungen mit dem Einsatz von KI begründet, auch wenn Experten zusätzlich auf Überbesetzungen während der Pandemie verweisen. Gleichzeitig wächst der Automatisierungsgrad in der Industrie kontinuierlich. Diesen Trend hat auch Amazon selbst mit dem verstärkten Einsatz von Robotern in Logistikzentren vorgelebt.Bezos ist nicht allein mit seiner Vision. Auch Uber-Mitgründer Travis Kalanick verfolgt mit seinem Start-up Atoms ähnliche Pläne, während Elon Musk den Einsatz humanoider Roboter bei Tesla vorantreibt. Unterstützung könnte Bezos zudem aus der Finanzbranche erhalten: JPMorgan Chase prüft laut Insidern eine Beteiligung über einen eigenen Milliardenfonds. Damit zeichnet sich ab, dass der Wettlauf um die industrielle Nutzung von KI in eine neue, kapitalintensive Phase eintritt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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