Bezos-Firma Blue Origin baut Satelliten-Internet mit 6 Terabit/s
Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat den Aufbau eines eigenen Satelliten-Internetnetzes angekündigt. Das Projekt trägt den Namen TeraWave und will enorme Bandbreiten von bis zu 6 Terabit pro Sekunde bereitstellen.
Technologisch setzt TeraWave auf zwei unterschiedliche Ansätze: Die LEO-Satelliten nutzen klassische Funkverbindungen und erreichen maximale Datenraten von bis zu 144 Gigabit pro Sekunde. Die MEO-Satelliten hingegen arbeiten mit optischen Laserlinks, die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 6 Terabit pro Sekunde ermöglichen. Zum Vergleich: Das derzeitige Starlink-Netz von SpaceX erreicht maximal rund 400 Megabit pro Sekunde, auch wenn künftig leistungsfähigere Satelliten mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde geplant sind.
Blue Origin beschreibt TeraWave als Ergänzung bestehender Netzwerkinfrastrukturen. Das System solle insbesondere dort Konnektivität bieten, wo herkömmliche terrestrische Netze an ihre Grenzen stoßen, etwa in abgelegenen Regionen oder bei global verteilten Unternehmensstandorten. Im Fokus stehen dabei symmetrische Upload- und Download-Geschwindigkeiten, hohe Ausfallsicherheit und schnelle Skalierbarkeit.
TeraWave ist nicht für private Kunden gedacht, sondern soll unter anderem alternative Verbindungen zwischen Datenzentren an verschiedenen Standorten ermöglichen. Die Vermarktung wird daher ausschließlich an Unternehmen oder staatliche Organisationen erfolgen.
Mit TeraWave stärkt Blue Origin seine Position als vielseitiger Akteur der kommerziellen Raumfahrt. Nach erfolgreichen Starts der Schwerlastrakete New Glenn, ersten kommerziellen NASA-Aufträgen und geplanten Mondmissionen erweitert das Unternehmen sein Portfolio nun um den Betrieb eines eigenen Hochleistungs-Satellitennetzes - und tritt damit indirekt in Wettbewerb mit dem Marktführer SpaceX.
Siehe auch:
Zweistufiges Design
Das System erinnert dabei durchaus an Starlink und andere Satelliten-Internet-Angebote, die derzeit aufgebaut werden. Geplant ist eine Konstellation aus insgesamt 5408 Satelliten. Davon sollen 5280 Einheiten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) operieren, ergänzt durch 128 Satelliten in mittlerer Erdumlaufbahn (Medium Earth Orbit, MEO). Der Start der ersten Satelliten ist für Ende 2027 vorgesehen. Wie lange der vollständige Ausbau des Netzwerks dauern wird, ließ Blue Origin bislang offen.Technologisch setzt TeraWave auf zwei unterschiedliche Ansätze: Die LEO-Satelliten nutzen klassische Funkverbindungen und erreichen maximale Datenraten von bis zu 144 Gigabit pro Sekunde. Die MEO-Satelliten hingegen arbeiten mit optischen Laserlinks, die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 6 Terabit pro Sekunde ermöglichen. Zum Vergleich: Das derzeitige Starlink-Netz von SpaceX erreicht maximal rund 400 Megabit pro Sekunde, auch wenn künftig leistungsfähigere Satelliten mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde geplant sind.
Blue Origin beschreibt TeraWave als Ergänzung bestehender Netzwerkinfrastrukturen. Das System solle insbesondere dort Konnektivität bieten, wo herkömmliche terrestrische Netze an ihre Grenzen stoßen, etwa in abgelegenen Regionen oder bei global verteilten Unternehmensstandorten. Im Fokus stehen dabei symmetrische Upload- und Download-Geschwindigkeiten, hohe Ausfallsicherheit und schnelle Skalierbarkeit.
Für Business-Kunden
Die Ankündigung folgt nur wenige Monate nach Amazons eigener Neuaufstellung seines Satellitenprojekts für Endkunden, das unter dem Namen Leo firmiert und langfristig aus rund 3000 LEO-Satelliten bestehen soll. Obwohl beide Netze aus dem Bezos-Umfeld stammen, verfolgen sie unterschiedliche Zielgruppen und Geschäftsmodelle.TeraWave ist nicht für private Kunden gedacht, sondern soll unter anderem alternative Verbindungen zwischen Datenzentren an verschiedenen Standorten ermöglichen. Die Vermarktung wird daher ausschließlich an Unternehmen oder staatliche Organisationen erfolgen.
Mit TeraWave stärkt Blue Origin seine Position als vielseitiger Akteur der kommerziellen Raumfahrt. Nach erfolgreichen Starts der Schwerlastrakete New Glenn, ersten kommerziellen NASA-Aufträgen und geplanten Mondmissionen erweitert das Unternehmen sein Portfolio nun um den Betrieb eines eigenen Hochleistungs-Satellitennetzes - und tritt damit indirekt in Wettbewerb mit dem Marktführer SpaceX.
Zusammenfassung
- Blue Origin plant Satelliten-Internet TeraWave mit bis zu 6 Terabit/s
- Insgesamt 5408 Satelliten in niedriger und mittlerer Erdumlaufbahn
- LEO-Satelliten bieten 144 Gigabit/s, MEO-Satelliten mit Laser bis zu 6 TB/s
- Start der ersten Satelliten für Ende 2027 geplant
- System richtet sich an Unternehmen und staatliche Organisationen
- TeraWave soll bestehende Netzwerkinfrastrukturen ergänzen
- Blue Origin tritt damit in Wettbewerb mit SpaceX' Starlink-Dienst
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