Meta schafft auf Instagram die sicheren Direktnachrichten wieder ab
Auf dem Social Network Instagram gibt es bald nicht mehr die Möglichkeit, sicher über Direktnachrichten mit anderen Nutzern zu kommunizieren. Die Möglichkeit zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dieses Kanals wird in Kürze komplett abgeschafft.
Die Verschlüsselungsfunktion war auf Instagram allerdings ohnehin nur eingeschränkt verfügbar. Erste Tests begannen bereits 2021 im Rahmen einer von Meta-Chef Mark Zuckerberg angekündigten Strategie für mehr Privatsphäre in sozialen Netzwerken. Eine breitere Einführung folgte Ende 2023, aber lediglich als freiwillige Option und nur in ausgewählten Regionen. Standardmäßig aktiviert war die Funktion nie.
Nach Angaben eines Unternehmenssprechers spielte die daraus folgende geringe Nutzung eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung. Nur wenige Nutzer hätten die verschlüsselten Chats aktiv eingeschaltet. Deshalb werde die Option in den kommenden Monaten entfernt.
Bei aktivierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung konnten ausschließlich die Teilnehmer einer Unterhaltung deren Inhalte lesen oder Sprachanrufe anhören. Weder staatliche Behörden noch Strafverfolgungsstellen oder auch Meta selbst hatten technisch Zugriff auf diese Nachrichten. Nach dem Wegfall der Funktion werden Instagram-Nachrichten wieder im herkömmlichen Format gespeichert und können grundsätzlich von Meta etwa zur Moderation von Inhalten oder für interne Prozesse eingesehen werden.
Die Entscheidung stößt in der IT-Sicherheitsforschung auf Kritik. Der Kryptografie-Experte Matthew Green von der Johns Hopkins University erklärte öffentlich, der Schritt deute darauf hin, dass Meta seine zuvor betonte Unterstützung für starke Verschlüsselung zurückfahre. Beobachter verweisen zudem auf den politischen Kontext. In vielen Ländern wächst der Druck auf Plattformbetreiber, strengere Regeln etwa zur Altersverifikation und zum Schutz von Minderjährigen umzusetzen. Einige Forscher vermuten, dass der Verzicht auf verschlüsselte Nachrichten Meta künftig auch erweiterte Möglichkeiten zur automatischen Inhaltsprüfung oder zur Nutzung von Chatdaten für KI-Systeme eröffnen könnte.
Datenschutzbewusste Nutzer verweist der Konzern auf den Messenger-Dienst WhatsApp, bei dem Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig aktiviert ist. Auch bei Facebook Messenger bleibt sie für persönliche Einzelchats verfügbar.
Siehe auch:
Ab Mai ist Schluss
Wie aus einem Eintrag im Hilfebereich des Dienstes hervorgeht, wird die Funktion nach dem 8. Mai 2026 vollständig eingestellt. Damit rückt das Unternehmen von früheren Ankündigungen ab, stärker auf besonders geschützte Kommunikation innerhalb seiner Plattformen zu setzen.Die Verschlüsselungsfunktion war auf Instagram allerdings ohnehin nur eingeschränkt verfügbar. Erste Tests begannen bereits 2021 im Rahmen einer von Meta-Chef Mark Zuckerberg angekündigten Strategie für mehr Privatsphäre in sozialen Netzwerken. Eine breitere Einführung folgte Ende 2023, aber lediglich als freiwillige Option und nur in ausgewählten Regionen. Standardmäßig aktiviert war die Funktion nie.
Nach Angaben eines Unternehmenssprechers spielte die daraus folgende geringe Nutzung eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung. Nur wenige Nutzer hätten die verschlüsselten Chats aktiv eingeschaltet. Deshalb werde die Option in den kommenden Monaten entfernt.
Bei aktivierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung konnten ausschließlich die Teilnehmer einer Unterhaltung deren Inhalte lesen oder Sprachanrufe anhören. Weder staatliche Behörden noch Strafverfolgungsstellen oder auch Meta selbst hatten technisch Zugriff auf diese Nachrichten. Nach dem Wegfall der Funktion werden Instagram-Nachrichten wieder im herkömmlichen Format gespeichert und können grundsätzlich von Meta etwa zur Moderation von Inhalten oder für interne Prozesse eingesehen werden.
Export möglich
Nutzer, die derzeit verschlüsselte Chats verwenden, sollen innerhalb der App benachrichtigt werden. Sie können ihre Nachrichten und geteilten Medien vor dem Stichtag herunterladen. Unklar bleibt bislang, ob die verschlüsselten Gespräche nach dem 8. Mai endgültig gelöscht werden. Wer eine ältere Version der App nutzt, muss sie möglicherweise aktualisieren, um die Daten noch exportieren zu können.Die Entscheidung stößt in der IT-Sicherheitsforschung auf Kritik. Der Kryptografie-Experte Matthew Green von der Johns Hopkins University erklärte öffentlich, der Schritt deute darauf hin, dass Meta seine zuvor betonte Unterstützung für starke Verschlüsselung zurückfahre. Beobachter verweisen zudem auf den politischen Kontext. In vielen Ländern wächst der Druck auf Plattformbetreiber, strengere Regeln etwa zur Altersverifikation und zum Schutz von Minderjährigen umzusetzen. Einige Forscher vermuten, dass der Verzicht auf verschlüsselte Nachrichten Meta künftig auch erweiterte Möglichkeiten zur automatischen Inhaltsprüfung oder zur Nutzung von Chatdaten für KI-Systeme eröffnen könnte.
Datenschutzbewusste Nutzer verweist der Konzern auf den Messenger-Dienst WhatsApp, bei dem Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig aktiviert ist. Auch bei Facebook Messenger bleibt sie für persönliche Einzelchats verfügbar.
Zusammenfassung
- Meta schafft die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Instagram-Chats ab
- Die Funktion wird nach dem 8. Mai 2026 vollständig eingestellt werden
- Erste Tests starteten 2021, eine breitere Einführung folgte Ende 2023
- Die Verschlüsselung war nie standardmäßig aktiviert und kaum genutzt
- Ohne Verschlüsselung kann Meta Nachrichten wieder einsehen und prüfen
- Kryptografie-Experten kritisieren den Rückzug von starker Verschlüsselung
- WhatsApp und Facebook Messenger behalten die Verschlüsselung weiterhin
Siehe auch:
Themen:
Beliebte Downloads
Videos zum Thema soziale Netzwerke
- The Social Reckoning: Erster Trailer zum brisanten Facebook-Thriller
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- Mehr als eine Kamerabrille? Die Ray-Ban-Meta-Smart Glasses im Test
- Super Bowl 2022: Meta schickt Animatronics ins Metaverse
- "Schnelle Lacher": Netflix kopiert TikTok und erweitert mobile Apps
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Optionales Windows-11-Update mit neuer Wiederherstellung gestartet
- Neue Ikea-Smart-Home-Produkte aufgetaucht - das soll bald kommen
- Preis-Kracher im Vodafone-Netz: 70 GB Allnet-Flat für nur 9,99 Euro
- Amazon Prime Day: Die Tages- und Blitzangebote im Vergleich
- AMD bestätigt Probleme mit FSR-Treiber 26.6.2 auf vielen Windows-PCs
- Apple startet iOS 27 Beta 2 und zeigt, was Nutzer ab Herbst erwartet
- Samsung Galaxy Z Flip8, Fold8 & Fold8 Ultra: Infos zu Farben & Speicher
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen