Intels 18A-Prozess feiert High-End-Debüt:
Xeon 6+ mit 288 Cores
Für Intels neue Prozesstechnologie 18A wird es jetzt richtig ernst. Das Unternehmen hat erstmals neue Chips seiner obersten Leistungsklasse auf Basis der neuen Technologie hergestellt: Den als "Clearwater Forest" entwickelten Xeon 6+.
Die CPUs sind die ersten Rechenzentrums-Prozessoren Intels, die im 18A-Fertigungsprozess produziert werden. Diese Technologie entspricht einer Strukturgröße der 1,8-Nanometer-Klasse und gilt als wichtiger Schritt in Intels Fertigungsstrategie. Mit der neuen Generation will der Konzern die Energieeffizienz und Rechenleistung seiner Serverplattformen deutlich steigern.
Technisch basiert der Chip auf einem modularen Aufbau aus mehreren sogenannten Chiplets. Insgesamt zwölf Recheneinheiten enthalten jeweils 24 Effizienzkerne der neuen "Darkmont"-Architektur. Ergänzt werden sie durch zwei I/O-Chips sowie mehrere Basis-Dies, die unterschiedliche Fertigungstechnologien nutzen. Verbunden sind die Komponenten über Intels 3D-Packaging-Technologie "Foveros Direct", während EMIB-Brücken die seitliche Datenübertragung zwischen den Bausteinen ermöglichen.
Die Architektur der Darkmont-Kerne wurde deutlich überarbeitet. Jeder Kern besitzt unter anderem einen 64-Kilobyte-Instruktionscache, eine breitere Pipeline zum Laden und Dekodieren von Befehlen sowie eine erweiterte Out-of-Order-Engine, die mehr parallele Rechenoperationen verwalten kann. Zusätzlich wurden mehr Ausführungseinheiten integriert, um die Leistung bei stark parallelisierten Server-Workloads zu erhöhen.
Die Prozessoren bleiben zudem mit dem bestehenden Xeon-Server-Sockel kompatibel. Unterstützt werden zwölf Speicherkanäle für DDR5-8000-RAM sowie 96 PCIe-5.0-Lanes, von denen 64 auch den Standard CXL 2.0 unterstützen.
Intel sieht die neue Plattform vor allem im Einsatz bei modernen Mobilfunknetzen. Betreiber von 5G-Advanced- und künftigen 6G-Infrastrukturen setzen zunehmend auf virtualisierte Netzwerkfunktionen und KI-Berechnungen direkt in Rechenzentren. Dank spezieller Beschleunigertechnologien wie AMX, QuickAssist und vRAN Boost sollen viele Aufgaben, die sonst separate Hardware erfordern, direkt von der CPU übernommen werden können.
Siehe auch:
Chips für Datenzentren und Mobilfunk
Die neuen Xeon-Prozessoren sollen zukünftig Cloud-Rechenzentren, Telekommunikationsnetze und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz antreiben. Besonders auffällig ist die hohe Kernzahl: In der stärksten Variante verfügen die Prozessoren über 288 energieeffiziente Rechenkerne.Die CPUs sind die ersten Rechenzentrums-Prozessoren Intels, die im 18A-Fertigungsprozess produziert werden. Diese Technologie entspricht einer Strukturgröße der 1,8-Nanometer-Klasse und gilt als wichtiger Schritt in Intels Fertigungsstrategie. Mit der neuen Generation will der Konzern die Energieeffizienz und Rechenleistung seiner Serverplattformen deutlich steigern.
Technisch basiert der Chip auf einem modularen Aufbau aus mehreren sogenannten Chiplets. Insgesamt zwölf Recheneinheiten enthalten jeweils 24 Effizienzkerne der neuen "Darkmont"-Architektur. Ergänzt werden sie durch zwei I/O-Chips sowie mehrere Basis-Dies, die unterschiedliche Fertigungstechnologien nutzen. Verbunden sind die Komponenten über Intels 3D-Packaging-Technologie "Foveros Direct", während EMIB-Brücken die seitliche Datenübertragung zwischen den Bausteinen ermöglichen.
Die Architektur der Darkmont-Kerne wurde deutlich überarbeitet. Jeder Kern besitzt unter anderem einen 64-Kilobyte-Instruktionscache, eine breitere Pipeline zum Laden und Dekodieren von Befehlen sowie eine erweiterte Out-of-Order-Engine, die mehr parallele Rechenoperationen verwalten kann. Zusätzlich wurden mehr Ausführungseinheiten integriert, um die Leistung bei stark parallelisierten Server-Workloads zu erhöhen.
Viel Cache integriert
Ein weiteres Merkmal ist die ungewöhnlich große Cache-Ausstattung. Vier Kerne teilen sich jeweils rund vier Megabyte L2-Cache. Darüber hinaus steht ein gemeinsamer Last-Level-Cache von mehr als einem Gigabyte zur Verfügung. Dadurch sollen Daten möglichst nahe an den zahlreichen Kernen gehalten werden, was sowohl die Leistung steigert als auch den Energieverbrauch reduziert.Die Prozessoren bleiben zudem mit dem bestehenden Xeon-Server-Sockel kompatibel. Unterstützt werden zwölf Speicherkanäle für DDR5-8000-RAM sowie 96 PCIe-5.0-Lanes, von denen 64 auch den Standard CXL 2.0 unterstützen.
Intel sieht die neue Plattform vor allem im Einsatz bei modernen Mobilfunknetzen. Betreiber von 5G-Advanced- und künftigen 6G-Infrastrukturen setzen zunehmend auf virtualisierte Netzwerkfunktionen und KI-Berechnungen direkt in Rechenzentren. Dank spezieller Beschleunigertechnologien wie AMX, QuickAssist und vRAN Boost sollen viele Aufgaben, die sonst separate Hardware erfordern, direkt von der CPU übernommen werden können.
Zusammenfassung
- Intel fertigt erstmals Xeon 6+ Prozessoren im neuen 18A-Verfahren
- Die stärkste Variante bietet bis zu 288 energieeffiziente Kerne
- Zwölf Chiplets mit je 24 Darkmont-Kernen bilden den modularen Aufbau
- Der Last-Level-Cache umfasst mehr als ein Gigabyte Speicherkapazität
- Foveros-Direct-Packaging verbindet die Chiplets dreidimensional
- Die Prozessoren sind mit dem bestehenden Xeon-Server-Sockel kompatibel
- Einsatzgebiete sind 5G-Netze, Rechenzentren und KI-Anwendungen
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