Zu unsicher: EU-Parlament wirft KI-Features von allen Diensthandys
Das Europäische Parlament hat auf den Dienstgeräten seiner Abgeordneten und deren Mitarbeitern diverse KI-Funktionen deaktiviert. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich Cybersicherheit und Datenschutz.
Zuvor hatte die IT-Abteilung geprüft, ob die Sicherheit der dabei verarbeiteten Daten gewährleistet werden kann. Nach dieser Bewertung sei derzeit nicht auszuschließen, dass sensible Informationen über externe Cloud-Dienste verarbeitet werden und damit das Gerät verlassen. Einige Anwendungen würden Aufgaben, die eigentlich lokal erledigt werden könnten, an Server außerhalb des Geräts auslagern.
Da sich die entsprechenden Technologien rasant weiterentwickelten und zunehmend auf verschiedenen Endgeräten verfügbar seien, lasse sich der genaue Umfang der Datenübermittlung an externe Dienstleister derzeit noch nicht vollständig überblicken. Bis diese Fragen abschließend geklärt seien, erscheine es sicherer, die Funktionen vorsorglich zu deaktivieren, heißt es in der internen Nachricht.
Die Entscheidung reiht sich in eine Serie von Maßnahmen ein, mit denen die Europäische Union ihre Datensicherheitsstandards in den vergangenen Jahren verschärft hat. Dabei spielten auch Vorbehalte gegenüber außereuropäischen Technologiekonzernen eine Rolle. So hatte das Parlament bereits 2023 die Nutzung der Social-Media-App TikTok auf Dienstgeräten untersagt und den Abgeordneten empfohlen, die Anwendung auch von privaten Smartphones zu entfernen.
In einer schriftlichen Stellungnahme betonte die Pressestelle des Parlaments, man beobachte fortlaufend mögliche Cyberbedrohungen und ergreife bei Bedarf umgehend geeignete Gegenmaßnahmen. Zu konkreten Details wollte sich die Institution jedoch mit Verweis auf die Sensibilität sicherheitsrelevanter Fragen nicht äußern.
Zugleich wurden die Abgeordneten in der E-Mail dazu angehalten, ähnliche Vorsichtsmaßnahmen auch bei privaten Geräten in Betracht zu ziehen, insbesondere wenn diese dienstlich genutzt werden. Arbeitsbezogene E-Mails, Dokumente oder interne Informationen sollten nicht ohne Weiteres KI-Anwendungen zugänglich gemacht werden, die Inhalte analysieren oder scannen. Zudem wird geraten, Drittanbieter-Apps mit Bedacht zu verwenden und ihnen keinen umfassenden Datenzugriff zu gewähren.
Siehe auch:
Daten landen sonstwo
Das geht aus einer internen E-Mail hervor, die dem Magazin Politico vorliegt. In dieser informierte die Parlamentsverwaltung am Montag darüber, dass "integrierte KI-Funktionen" auf dienstlich ausgegebenen Geräten abgeschaltet wurden.Zuvor hatte die IT-Abteilung geprüft, ob die Sicherheit der dabei verarbeiteten Daten gewährleistet werden kann. Nach dieser Bewertung sei derzeit nicht auszuschließen, dass sensible Informationen über externe Cloud-Dienste verarbeitet werden und damit das Gerät verlassen. Einige Anwendungen würden Aufgaben, die eigentlich lokal erledigt werden könnten, an Server außerhalb des Geräts auslagern.
Da sich die entsprechenden Technologien rasant weiterentwickelten und zunehmend auf verschiedenen Endgeräten verfügbar seien, lasse sich der genaue Umfang der Datenübermittlung an externe Dienstleister derzeit noch nicht vollständig überblicken. Bis diese Fragen abschließend geklärt seien, erscheine es sicherer, die Funktionen vorsorglich zu deaktivieren, heißt es in der internen Nachricht.
Die Entscheidung reiht sich in eine Serie von Maßnahmen ein, mit denen die Europäische Union ihre Datensicherheitsstandards in den vergangenen Jahren verschärft hat. Dabei spielten auch Vorbehalte gegenüber außereuropäischen Technologiekonzernen eine Rolle. So hatte das Parlament bereits 2023 die Nutzung der Social-Media-App TikTok auf Dienstgeräten untersagt und den Abgeordneten empfohlen, die Anwendung auch von privaten Smartphones zu entfernen.
Empfehlung für Privatgeräte
Von der aktuellen Maßnahme betroffen sind unter anderem integrierte Schreib- und Zusammenfassungsassistenten, erweiterte virtuelle Assistenten sowie automatische Webseiten-Zusammenfassungen auf Tablets und Smartphones. Klassische Anwendungen wie E-Mail, Kalender, Dokumentenbearbeitung oder andere alltägliche Arbeitsprogramme bleiben hingegen uneingeschränkt nutzbar.In einer schriftlichen Stellungnahme betonte die Pressestelle des Parlaments, man beobachte fortlaufend mögliche Cyberbedrohungen und ergreife bei Bedarf umgehend geeignete Gegenmaßnahmen. Zu konkreten Details wollte sich die Institution jedoch mit Verweis auf die Sensibilität sicherheitsrelevanter Fragen nicht äußern.
Zugleich wurden die Abgeordneten in der E-Mail dazu angehalten, ähnliche Vorsichtsmaßnahmen auch bei privaten Geräten in Betracht zu ziehen, insbesondere wenn diese dienstlich genutzt werden. Arbeitsbezogene E-Mails, Dokumente oder interne Informationen sollten nicht ohne Weiteres KI-Anwendungen zugänglich gemacht werden, die Inhalte analysieren oder scannen. Zudem wird geraten, Drittanbieter-Apps mit Bedacht zu verwenden und ihnen keinen umfassenden Datenzugriff zu gewähren.
Zusammenfassung
- EU-Parlament deaktiviert KI-Funktionen auf Dienstgeräten wegen Sicherheit
- Datenverarbeitung durch externe Cloud-Dienste bei KI-Anwendungen nicht sicher
- Parlamentsverwaltung informierte über Abschaltung integrierter KI-Features
- Entscheidung folgt allgemeiner Verschärfung von EU-Datensicherheitsstandards
- Schreibassistenten und automatische Zusammenfassungen sind betroffen
- Normale Anwendungen wie E-Mail und Kalender bleiben uneingeschränkt nutzbar
- Abgeordnete sollen auch bei privaten Geräten ähnliche Vorsicht walten lassen
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