NASA startet zwei neue Missionen zur Erforschung der Erde

Zwei neue NASA-Satelliten sollen unsere Erde so genau beobachten wie nie zuvor: STRIVE und EDGE liefern Daten zu Atmosphäre, Eis und Klima - für bessere Vorhersagen und den Schutz unseres Planeten.
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Neues Kapitel in der Erdbeobachtung

Das hat de NASA nun bekannt gegeben. Die zwei Satellitenmissionen sollen der NASA helfen, den Planeten noch präziser zu verstehen und besser auf Umwelt­ver­änderungen zu reagieren. Die Projekte tragen die Namen **STRIVE** und **EDGE** und gehören zum "Earth System Explorers Program", mit dem die US-Raumfahrtbehörde gezielt Lücken in der globalen Datenerfassung schließen will.

Aus dem einzigartigen Blickwinkel des Weltraums erforscht die NASA unsere Erde, um Daten bereitzustellen, die Leben retten können.
Nicky Fox, NASA-Wissenschaftsdirektorin
Die neuen Missionen sollen nicht nur helfen, Naturkatastrophen früher zu erkennen, sondern auch Erkenntnisse für künftige Weltraumreisen liefern, etwa zu den geplanten Artemis-Missionen zum Mond und später zum Mars.


Mission STRIVE: Blick in die Atmosphäre

Die STRIVE-Mission ("Stratosphere Troposphere Response using Infrared Vertically-resolved light Explorer") soll täglich hochauflösende Messungen der Temperatur sowie verschiedener Spurengase und Aerosole in der Atmosphäre liefern - von der oberen Troposphäre bis hinauf in die Mesosphäre. Kein Satellit habe bislang derart dichte Daten geliefert, heißt es von der NASA.

Mit diesen Informationen wollen Forscher den Zustand der Ozonschicht besser ver­stehen und langfristige Wetterprognosen verbessern. Besonders für Küsten­region­en, in denen fast die Hälfte der Welt­be­völkerung lebt, könnten genauere Vor­her­sagen entscheidend sein, um extreme Wetter­ereignisse recht­zeitig abzufangen. STRIVE wird von einem Forschungs­team der University of Washington unter Leitung von Lyatt Jaeglé entwickelt.

Mission EDGE: Wie sich Erde und Eis verändern

Der zweite Satellit, **EDGE** ("Earth Dynamics Geodetic Explorer"), richtet den Blick auf die Landmassen und die polaren Regionen. Mit modernster Messtechnik soll er die dreidimensionale Struktur von Ökosystemen sowie die Topographie von Gletschern, Eisschilden und Meereis erfassen.

EDGE knüpft damit an bestehende NASA-Projekte wie ICESat-2 und GEDI an, soll jedoch deutlich genauere Höhen- und Strukturdaten liefern. Diese sind nicht nur für die Klimaforschung wichtig, sondern auch für Verkehrs- und Schifffahrtsrouten, für die Analyse von Geländeformen oder für kommerzielle Anwendungen im Energiesektor.

Beide Missionen befinden sich nun in der nächsten Entwicklungsphase. Erst 2027 wird dann entschieden, ob STRIVE und EDGE tatsächlich umgesetzt werden. Die voraussichtlichen Kosten liegen bei jeweils bis zu 355 Millionen US-Dollar, der Start ist frühestens für 2030 vorgesehen.

Was denkst du - können solche Missionen helfen, Klima und Umwelt künftig besser zu schützen? Diskutiere mit!

Zusammenfassung
  • STRIVE und EDGE als neue Satellitenmissionen der NASA angekündigt
  • STRIVE erfasst täglich hochauflösende Daten zur Atmosphärenforschung
  • EDGE analysiert dreidimensionale Strukturen von Gletschern und Eisflächen
  • Beide Missionen unterstützen Klimaforschung und präzisere Wetterprognosen
  • Endgültige Bestätigung der Projekte steht für das Jahr 2027 noch aus
  • Kostenrahmen beträgt bis zu 355 Millionen US-Dollar pro Mission
  • Frühester Starttermin der Satelliten ist für das Jahr 2030 vorgesehen

Siehe auch:


Bresser National Geographic
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