Chipkrise, iPhone-Engpass:
Apple kann Riesen-Nachfrage nicht decken

Apple sieht sich jetzt mit Produktionsengpässen konfrontiert. Die Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen bleibt hoch, die Lager sind weitgehend leer. Hauptgrund sind fehlende Halbleiter. Sowohl moderne Prozessoren als auch Speicherchips sind knapp.
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Lieferengpässe bremsen Rekordjagd

Damit stößt Apple trotz positiver Wachstumsaussichten an Grenzen der globalen Lieferketten. Die Ursachen betreffen die gesamte Branche. Die Kapazitäten für Chips im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren, die für Apples A- und M-Serie benötigt werden, sind begrenzt.

Zugleich verschärft der weltweite Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz die Lage. Der hohe Bedarf an Speicherchips für Server reduziert die Verfügbarkeit für Smartphones und treibt die Preise. Fertigungslinien für Server- und Consumer-Komponenten konkurrieren dabei direkt.


Apple nennt fehlende Chips als Grund

Apple erklärte bei der Vorlage der Quartalszahlen, die Umsätze hätten höher ausfallen können, wenn ausreichend Chips verfügbar gewesen wären. Konzernchef Tim Cook sprach von eingeschränkter Flexibilität in der Lieferkette, die sich unmittelbar auf die Auslieferungsmengen auswirke.

Besonders die komplexen System-on-a-Chip-Komponenten seien der begrenzende Faktor. Zwar arbeite Apple an einer Ausweitung der Kapazitäten, die Lage bleibe im laufenden Quartal jedoch angespannt. Laut Gerüchteküche hat sich Apple schon entschieden, aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit erst einmal kein iPhone Air 2 aufzulegen.

Verkaufszahlen übertreffen alles

Im ersten Geschäftsquartal erzielte Apple einen Umsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar (rund 121,26 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei 42 Milliarden US-Dollar (etwa 35,42 Milliarden Euro). Das iPhone-Geschäft steuerte 85,3 Milliarden US-Dollar (rund 71,93 Milliarden Euro) bei, ein Plus von 23 Prozent. Die Zahlen unterstreichen aber auch die Abhängigkeit des Konzerns von stabilen Lieferketten.

Hohe Kosten durch Speicher und KI

Die Engpässe haben zwei Hauptursachen. Zum einen bindet der Ausbau von KI-Rechenzentren große Mengen an NAND-Flash- und DRAM-Speicher. Hersteller priorisieren das margenstärkere Enterprise-Geschäft, was die Preise für Smartphone-Produzenten erhöht. Zum anderen arbeitet der Auftragsfertiger TSMC an der Kapazitätsgrenze. Das Unternehmen fertigt neben Apple-Prozessoren auch Chips für Nvidia und AMD. Neue Fabriken lassen sich nur langfristig realisieren. Cook kündigte an, dass steigende Speicherkosten im laufenden März-Quartal stärker auf die Margen drücken dürften als zuvor.

Habt ihr aktuell Schwierigkeiten, ein bestimmtes iPhone-Modell zu bekommen oder bemerkt ihr bereits steigende Preise im Handel? Schreibt uns eure Erfahrungen und Meinungen dazu gerne unten in die Kommentare.
Zusammenfassung
  • Apple kann trotz hoher Nachfrage nicht genügend iPhones produzieren
  • Mangel an Halbleitern und Speicherchips bremst Produktion drastisch aus
  • KI-Aufrüstung von Rechenzentren verschärft globale Chipknappheit
  • Quartalsumsatz beträgt 143,8 Milliarden US-Dollar trotz Lieferengpässen
  • iPhone-Geschäft wächst um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden US-Dollar
  • Begrenzte Fertigungskapazitäten bei TSMC verschärfen den Chipmangel
  • Steigende Speicherkosten belasten Apples Gewinnmargen im laufenden Quartal

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