Iran geht offline: Schutz vor Angriffen und Kontrolle über das Volk
Der Iran geht offline. Offiziell wird dieser drastische Schritt mit der Abwehr israelischer Cyberangriffe begründet. Allerdings dürfte es auch eine große Rolle spielen, dass das Regime die Kommunikationsmöglichkeiten der Bevölkerung einschränken will.
Nach Angaben des US-Unternehmens Cloudflare sind am Dienstag zwei große iranische Mobilfunkanbieter nahezu komplett offline gegangen. Auch Virtual Private Networks (VPNs), die viele Iraner nutzen, um auf gesperrte Plattformen wie Instagram oder Facebook zuzugreifen, funktionieren Berichten zufolge kaum noch.
Besondere Brisanz erhält die Lage durch die Aufforderung der Regierung an die Bevölkerung, den beliebten Messenger WhatsApp zu löschen. Angeblich, so heißt es von offizieller Seite, werde die App von Israel zur Überwachung iranischer Nutzer missbraucht - Beweise dafür gibt es nicht. WhatsApp wies die Vorwürfe entschieden zurück. Auch Telegram, eine weitere wichtige Kommunikationsplattform im Iran, soll Berichten zufolge blockiert worden sein.
Laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, sollen staatliche Dienste weiterhin verfügbar bleiben - allerdings mit bis zu 80 Prozent reduzierter Bandbreite. Nach Daten des Analyseunternehmens NetBlocks fiel der Traffic im Iran gestern um 17:30 Uhr Ortszeit massiv ab.
Im Iran rumort es bereits seit längerer Zeit. Vor allem junge Menschen beabsichtigen, sich nicht mehr dem Diktat religiöser Fundamentalisten zu unterwerfen. Bisher konnten diese aber ihre Macht noch durchsetzen. Die israelische Luftwaffe nahm aber auch gezielt diese staatlichen Strukturen ins Visier - so wurden auch führende Personen aus dem Geheimdienst und der Polizei, deren Aufgaben vor allem in der Aufstandsbekämpfung liegen, gezielt getötet.
Siehe auch:
Gestern wurde abgeschaltet
Fateme Mohajerani, Sprecherin der iranischen Regierung, erklärte in einer Fernsehsendung, die Reduzierung der Internetgeschwindigkeit sei "temporär, gezielt und unter Kontrolle" und diene dem Schutz vor Cyberattacken, berichtete das US-Magazin The Verge. Gleichzeitig häufen sich Berichte über massive Ausfälle bei Mobilfunk- und Internetdiensten. Viele Bürger berichten, dass sie keinen Zugang mehr zu wichtigen digitalen Diensten wie Karten, Messengern oder dem Internet insgesamt haben.Nach Angaben des US-Unternehmens Cloudflare sind am Dienstag zwei große iranische Mobilfunkanbieter nahezu komplett offline gegangen. Auch Virtual Private Networks (VPNs), die viele Iraner nutzen, um auf gesperrte Plattformen wie Instagram oder Facebook zuzugreifen, funktionieren Berichten zufolge kaum noch.
Besondere Brisanz erhält die Lage durch die Aufforderung der Regierung an die Bevölkerung, den beliebten Messenger WhatsApp zu löschen. Angeblich, so heißt es von offizieller Seite, werde die App von Israel zur Überwachung iranischer Nutzer missbraucht - Beweise dafür gibt es nicht. WhatsApp wies die Vorwürfe entschieden zurück. Auch Telegram, eine weitere wichtige Kommunikationsplattform im Iran, soll Berichten zufolge blockiert worden sein.
Laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, sollen staatliche Dienste weiterhin verfügbar bleiben - allerdings mit bis zu 80 Prozent reduzierter Bandbreite. Nach Daten des Analyseunternehmens NetBlocks fiel der Traffic im Iran gestern um 17:30 Uhr Ortszeit massiv ab.
Krieg mit Israel
Hintergrund ist ein massiver Angriff Israels auf den Iran, der offiziell vor allem dafür sorgen soll, dass der persische Staat die im Bau befindlichen Kernwaffen nicht fertigstellen kann. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass das Ziel auch darin liegt, das bestehende Regime in dem Land zu stürzen.Im Iran rumort es bereits seit längerer Zeit. Vor allem junge Menschen beabsichtigen, sich nicht mehr dem Diktat religiöser Fundamentalisten zu unterwerfen. Bisher konnten diese aber ihre Macht noch durchsetzen. Die israelische Luftwaffe nahm aber auch gezielt diese staatlichen Strukturen ins Visier - so wurden auch führende Personen aus dem Geheimdienst und der Polizei, deren Aufgaben vor allem in der Aufstandsbekämpfung liegen, gezielt getötet.
Zusammenfassung
- Iran reduziert Internetgeschwindigkeit, angeblich zum Schutz vor Cyberangriffen
- Massive Ausfälle bei Mobilfunk und Internetdiensten beeinträchtigen den Alltag
- Regierung fordert die Löschung von WhatsApp wegen angeblicher israelischer Spionage
- VPN-Verbindungen zu gesperrten Plattformen wie Instagram funktionieren kaum
- Staatliche Dienste bleiben mit bis zu 80 Prozent reduzierter Bandbreite nutzbar
- Israels Angriffe zielen möglicherweise auf Regimewechsel im Iran ab
- Junge Iraner lehnen sich zunehmend gegen religiöse Fundamentalisten auf
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